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1915 - Warum und wie wir erinnern - Rosa-Luxemburg-Stiftung


16. Juni 2021 Seminar 1915 - Warum und wie wir erinnern

Die Verbannung von armenischen Intellektuellen und Politikern aus Istanbul

Information

Veranstaltungsort

Online

Zeit

16.06.2021, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Migration / Flucht, Südosteuropa, Türkei, Westasien im Fokus

Zugeordnete Dateien

1915 - Warum und wie wir erinnern

Die Veranstaltung fand auf Türkisch statt und ist hier in deutscher Synchronfassung / mit Untertiteln verfügbar.

Die Interkulturelle Denkfabrik e.V. und die Rosa Luxemburg Stiftung möchten mit dieser Veranstaltung ihre Arbeit zum Thema Erinnerungskultur fortsetzen. Am 24. April 2015 begann die Verbannung von armenischen Intellektuellen und Politikern aus Istanbul. 100 Jahre zuvor, am 24. April 1915, begann der Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich. Betroffen waren jedoch nicht nur Armenier, sondern auch Aramäer, Pontos-Griechen sowie andere christliche Volksgruppen. Seit 20 Jahren findet auch in der Türkei die Erinnerung an diese schrecklichen Ereignisse sowie Arbeiten zur Sensibilisierung der Gesellschaft statt. Wir sprechen mit den Referenten über diesen etwa 20 Jahre andauernden Prozess und über die Möglichkeiten eine demokratische Gesellschaft zu entwickeln.

Es referieren Abdullah Demirbaş und Aris Nalcı

Abdullah Demirbaş wurde 1966 in der Provinz Diyarbakır – Lice im Dorf Sise geboren. 1987 machte er seinen Universitätsabschluss als Lehrer der Philosophie. Daraufhin war er 17 Jahre lang als Lehrer tätig. Seit 1990 war er aktiver Gewerkschafter und Mitgründer der Lehrer:innengewerkschaft Mardin Eğitim - Sen. Bevor er 2004 zum Bürgermeister von Diyarbakır-Sur gewählt wurde, war er Vorsitzender einer Lehrer:innengewerkschaft in Diyarbakır. 2017 wurde Demirbaş als Bürgermeister abgesetzt. Grund war die Verwendung von Kurdisch, Arabisch, Armenisch und Arameisch als Amtssprache neben Türkisch. Bei der Kommunalwahl in der Türkei 2009 wurde er mit einem besseren Ergebnis erneut zum Bürgermeister gewählt. Aber im selben Jahr wurde Demirbaş wegen eines angeblichen Propagandadelikts zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Er hatte öffentlich erklärt, dass die Tränen der Mütter von Soldaten und Guerillakämpfern die selben seien. Nach fünf Monaten Haft wurde Demirbaş aufgrund einer medizinischen Behandlung entlassen. Im August 2015 wurde er erneut verhaftet. Im Oktober des selben Jahres wurde er wegen Haftunfähigkeit wieder aus der Haft entlassen. Zurzeit lebt er in der Schweiz.

Aris Nalcı wurde 1980 in Istanbul geboren. Nach der Schulzeit absolvierte er ein Studium als Maschinbauingenieur. Er hat seine journalistischen Tätigkeiten gemeinsam mit Hrant Dink1 bei der Zeitung AGOS (seit 25 Jahren existierende armenisch-türkische Zeitung in Istanbul) begonnen. Als Fernsehjournalist arbeitete er bei IMC TV als Nachrichtenleiter und zuletzt war er Nachrichtenredakteur bei Artı TV und war verantwortlich für die Sendung Gamurç (Brücke).

Moderation: Hasan Burgucuoglu (IKDF e. V.)

Im Rahmen des Projekts "Leben und Entwicklung in der Türkei 2021" von der Interkulturellen Denkfabrik e. V. in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg

Kontakt

Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Telefon: 040 28003705