20. Februar 2018 Film «wa akhiran musiba» — «Letztendlich, eine Tragödie»

Berlinale-Screenings des Films von Maya Shurbaji (Syrien 2017,15 min)

Information

Veranstaltungsort

Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin

Zeit

20.02.2018, 15:00 - 24.02.2018, 16:00 Uhr

Themenbereiche

Krieg / Frieden, Kommunikation / Öffentlichkeit, Kunst / Performance, Arabischer Naher Osten / Türkei, Naher Osten

Zugeordnete Dateien

«wa akhiran musiba» — «Letztendlich, eine Tragödie»

Wenn die Ziele verblassen und es klar wird, das keine Handlung wirklich von Bedeutung ist, verblasst auch der Sinn. In diesem Moment verblasst auch das Begehren und die Bewegung, der Körper folgt nach. Schwere ersetzt Leichtigkeit, die Seele ist befrachtet mit Unruhe, und der Körper möchte diese Last loswerden.
Das Aufgeben von Handeln, das Verblassen von Bedeutung, und die vergebliche Suche nach dem Ursprung dieser Schwere löst eine Anspannung aus, die in meinen Körper und meinen Geist eindringt. Dies lässt mich meine Tragödie suchen, aber ich finde sie nicht, da sie nicht greifbar ist. Einer Tragödie, die ich nicht sehe, kann ich nicht standhalten, mit ihr umgehen, um sie trauern. Ich suche nach ihr in Erinnerungen, unter klaren und verblassten Bildern, in Damaskus und Beirut, in den Schatten der Geschichten meines engen Freundes Louay, zwischen meinen Gefängnissen und seinen eigenen. Ich finde sie schließlich in meinem Körper. Aber sobald sie abgetrennt ist, fange ich erneut an, nach ihr zu suchen.

Berlinale Vorführungen:

  • Dienstag, 20.2., 15:00 Arsenal 1, danach Gespräch mit der Filmemacherin
  • Mittwoch, 21.2., 19:00 Akademie der Künste, Hanseatenweg
  • Sonntag, 24.2., 16:00 CinemaxX5


As goals fade and it becomes clear that no action really matters, meaning fades, too. At that moment, desire fades, movement fades, and the body follows suit. Heaviness replaces lightness, the soul is fraught with anxiety, and the body wants to break free from this burden.
The suspension of action, the fading of meaning, and the futile search for the source of such heaviness triggers anxiety that invades both my body and mind. It drives me to search for my tragedy but I do not find it, for it is not tangible. I cannot resist/cope with/mourn a tragedy that I do not see. I search for it in memory, among clear and faded pictures, in Damascus and Beirut, in the shadows of my close friend Louay’s stories, between my prisons and his own. I finally find it in my body. But as soon as it is severed, I begin searching for it all over again.

Berlinale Screenings:

  • Tuesday, 20.2., 15:00 Arsenal 1 – afterwards Q&A with the film maker
  • Wednesday, 21.2., 19:00 Akademie der Künste, Hanseatenweg
  • Saturday, 24.2., 16:00 CinemaxX5


 

Standort

Kontakt

Ulrike Lauerhaß

Projektmanagerin positiver Frieden, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 419