Beschreibung
Ende Februar erlebt das dokumentarische Theaterstück „Cordones Industriales“ im Grünen Salon der Berliner Volksbühne seine Erstaufführung in Deutschland. Ausgehend von den historischen Erfahrungen der Unidad Popular in Chile erzählt das Colectivo Tarea Urgente darin von gelebtem Widerstand, von politischer Emanzipation und der transformativen Kraft von Selbstorganisation. Für seine Inszenierung nutzt das Theaterkollektiv Interviews, private Fotografien und zeitgenössische Dokumente, um persönliche Erzählungen mit historischer Analyse zu verknüpfen.
In Verbindung mit dem Theaterstück präsentieren wir zunächst den Dokumentarfilm „Cordones Industriales“ (2016). Die Cordones Industriales waren ein Netzwerk von Industriearbeiter*innen, das sich 1972/73 in Verteidigung der Unidad Popular gebildet hatte, als Unternehmen und rechtsextreme Gruppen die Umsetzung eines chilenischen Sozialismus zu boykottieren suchten. Angesichts des weltweiten Erstarkens der extremen Rechten heute ist es dringend notwendig, die Erfahrungen der Selbstorganisation von Arbeiter*innen – wie sie die chilenischen Cordones Industriales sammelten – wieder aufzugreifen.
Widerstand neu denken: Wie die Vergangenheit unsere politischen Aktionen von heute prägt wird im Anschluss an den Film Thema eines intergenerationellen Dialoges sein mit Valeria Yáñez (Regisseurin des Theaterstücks und des Dokumentarfilms) und José Giribás (ehemaliges Mitglied der Cordones Industriales). Die Gesprächsrunde moderieren Dr. Evelyn Hevia Jordán (Rayuela Kollektiv) und Renata Puelma (Tarea Urgente). Wie können die politischen Aktionen und der Widerstand in der Vergangenheit uns heute erneut inspirieren?
Das Podiumsgespräch findet auf Spanisch mit simultaner Übersetzung ins Deutsche statt.
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Kontakt
Dr. Uwe Sonnenberg
Referent für Zeitgeschichte und Geschichtspolitik, Rosa-Luxemburg-Stiftung
E-Mail: uwe.sonnenberg@rosalux.org
Telefon: +49 30 44310 425