19. Dezember 2017 Diskussion/Vortrag Mehr Partizipation in Berlin - neue Qualität oder Bremsklotz?

10. Abendsalon der Hermann-Henselmann-Stiftung zur Stadtpolitik in Berlin

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Münzenbergsaal
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

19.12.2017, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Partizipation / Bürgerrechte, Stadt / Kommune / Region

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Die Stadtentwicklung Berlins hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen – aufgrund wachsender Bevölkerungszahlen, weil die Stadt stärker in den Fokus internationaler Immobilienunternehmen rückt, aber auch, weil sich die Bewohner*innen immer stärker dafür interessieren, wie sich ihre Quartiere verändern und wie sie sich an der Stadtentwicklung beteiligen können. Dass Partizipation in der räumlichen Planung an Bedeutung gewinnen soll, ist erklärtes Ziel der Regierungskoalition. Dafür werden aktuell u.a. Leitlinien zur Bürgerbeteiligung erarbeitet und in vielen aktuellen Bauvorhaben – etwa im geplanten neuen Stadtquartier „Blankenburger Süden“ – spielt Beteiligung eine große Rolle.

Für viele stadtpolitische Initiativen setzt die Beteiligung jedoch zu spät ein, sie möchten früher mitwirken, nicht erst, wenn es kaum noch Handlungsspielraum gibt. Andere, etwa die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, befürchten, dass die Stadt zu lange auf neue bezahlbare Wohnungen warten muss, weil sich Planungsprozesse durch Beteiligung in die Länge ziehen. Wie kann das Zusammenspiel von Fachwissen, politischen und planerischen Rahmenbedingungen und der Beachtung der allgemeinen Erfahrungen und Wünsche der „betroffenen Bürger*innen" besser funktionieren? Steht Berlin vor einer Beteiligungsblockade? Oder müssen Politik und Verwaltung viel radikaler umdenken und zulassen, dass Partizipation in der Stadtentwicklung zu wirklicher Mitbestimmung wird?

Darüber diskutieren:

  • Cordula Fay, Abteilungsleiterin Quartiersentwicklung, degewo
  • Ulf Heitmann, Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft „Bremer Höhe" eG und Vertreter der „AG Junge Genossenschaften“
  • Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, DIE LINKE
  • Florian Schmidt, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Facility Management (B’90/Die Grünen) Friedrichshain-Kreuzberg

Den Abendsalon moderiert Thomas Flierl, Vorstandsvorsitzender der Hermann-Henselmann-Stiftung.

 

 

 


 

Standort

Kontakt

Stefan Thimmel

Referent für Wohnungs- und Stadtpolitik / Hermann-Henselmann-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: (030) 44310-434