4. November 2019 Lesung/Gespräch Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß

1989 - 2018: Umbruch in der DDR

Information

Veranstaltungsort

Bücherhalle Eimsbüttel
Doormannsweg 12
20259 Hamburg

Zeit

04.11.2019, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Deutsche / Europäische Geschichte, Erinnerungspolitik / Antifaschismus, 30 Jahre 89/90

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Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß
Nane Diehl

Dreißig Jahre nach dem Ende der Deutschen Demokratischen Republik, werden die Stimmen lauter, die die Eigenständigkeit dieses östlichen, anderen Deutschland betonen.

Vierzig Jahre lang war hier eine Gesellschaft gestaltet worden, die von sich behauptete, die Konsequenzen aus dem Hitler-Faschismus zu ziehen und das lange in der deutschen Arbeiterbewegung gehegte Emanzipationsversprechen umsetzen zu wollen.

Mit der „Wende“ war sein Ende besiegelt. Unter dem Schlachtruf „Wir sind ein Volk“ wurde die DDR durch die Bundesrepublik Deutschland abgewickelt.

Wie wurde die „Wende“, der Untergang der DDR und der ungebremste Aufstieg Deutschlands, die Vereinigung zweier so unterschiedlicher Staaten, von jungen Menschen wahrgenommen? Hatten sie sich eine Befreiung erhofft? Wie reagierten sie darauf, dass die Wirklichkeit keine „blühenden Landschaften“ hervorbrachte? Wie erlebten sie den Aufstieg des neonazistischen Hasses – nicht nur in Ostdeutschland –, der in den Pogrom-Nächten von Rostock-Lichtenhagen sein Sinnbild fand und welche Erklärung hatten sie für ihn? Vor dem Hintergrund der rechten Wahlerfolge drängt sich die Frage auf, welche Kluft zwischen Ost- und West-Deutschland noch klafft und weshalb sie fortbesteht.

Mit Manja Präkels, die ihren mehrfach preisgekrönten Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ genau in den Umbruchsjahren ansiedelt, wollen wir an diesem Abend über ihr Werk, ihre Erfahrungen und Reflektionen zum Ende der DDR sprechen.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung.

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