1. März 2019 Diskussion/Vortrag Frauen der Novemberrevolution. Kontinuität des Vergessens

Im Rahmen der Mobilisierung zum Frauen*Streik am 8. März

Information

Veranstaltungsort

Waldemarhof
Waldemarstraße 33
18057 Rostock

Zeit

01.03.2019, 16:30 - 19:00 Uhr

Themenbereiche

Geschlechterverhältnisse, Revolutionen100, Feminismus

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Lesung von Dania Alasti aus ihrem Buch „Frauen der Novemberrevolution. Kontinuitäten des Vergessens.“

Ein Jahrhundert vor unserer Zeit hat die Novemberrevolution, welche viel länger dauerte als der November 1918, die alte Ordnung ins Wanken gebracht, den Krieg beendet und den Feudalismus beseitigt. In dieser Situation konnte auch das Wahlrecht für Frauen unwiderrufbar durchgesetzt werden. Der Annahme Clara Zetkins, die Revolution habe den Frauen das Wahlrecht geschenkt, muss hinzugefügt werden, dass Frauen selbst seit 1915 mit großem Elan daran waren, die alte Ordnung anzugreifen. Bei diesen Krawallen, Aufständen und Streiks ging es um Frieden, Brot und Rosen. Es verbanden sich sozialistische Kämpfe um gerechte Verteilung von Arbeit und Reichtum mit der Forderung nach sexueller und körperlicher Selbstbestimmung.
50 Jahre später flammten diese Kämpfe wieder auf und manifestierten sich in der Frauenbewegung von 1968. Noch einmal 50 Jahre später stehen wir in dieser Traditionslinie erneut vor politischen Streiks einer Frauen*bewegung, die global seit 2 Jahren Millionen Frauen* mobilisiert und dieser Tage auch im deutschsprachigen Raum Fuß fasst.
Der Streik als Instrument eignet sich bestens dazu, das zu verknüpfen, was so oft unverbunden bleibt: Sexualisierte Gewalt und ökonomische Ausbeutung von Frauen* sind mitnichten voneinander zu trennen. Wir können nicht über Alltagssexismus, geschweige denn über Femizide sprechen, ohne über den Hungerlohn und die Arbeitsbedingungen derer zu sprechen, die in privaten Haushalten Sorgearbeit leisten. Der Streik ermöglicht es, die Gewalt in einen größeren, sozio-ökonomischen wie politischen Kontext zu stellen.
Deswegen freuen wir uns am 1. März, eine Woche vorm Internationalen Frauen*kampftag und der damit einhergehenden feministischen Frauen*streikbewegung, Dania Alasti in Rostock willkommen heißen zu können und gemeinsam die Kontinuitäten des Vergessens vergangener Frauen*kämpfe zu durchbrechen.
Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Rostock und SJD – Die Falken Rostock, unterstützt durch die Rosa Luxemburg Stiftung Mecklenburg-Vorpommern, im Rahmen der Mobilisierung zum Frauen*streik Rostock.

Um allen Frauen* eine Teilnahme an der Lesung zu ermöglichen, organisieren wir eine Kinderbetreuung. Damit es für die Lüdden dann nicht zu spät wird, haben wir uns dazu entschieden, schon zu 16.30 Uhr einzuladen und gegen 17 Uhr zu beginnen. Wir wollen auch ein kleines Buffet vorbereiten, damit nach der Veranstaltung alle direkt satt und zufrieden unter die Decke kriechen können. Wer dazu noch etwas beitragen möchte, ist herzlich eingeladen. Umso mehr verschiedene Kleinigkeiten auf den Tisch kommen, umso luxuriöser wird's für alle gemeinsam.

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