Beschreibung
Merz: „Fragen Sie mal Ihre Töchter!“
Fluchtmigration wird zunehmend als Sicherheitsproblem dargestellt. Doch wessen Sicherheit ist eigentlich gemeint – und was bedeutet Sicherheit für Menschen, die selbst Schutz suchen?
In Deutschland und Europa wird Fluchtmigration seit Jahren verstärkt unter dem Blickwinkel der inneren und äußeren Sicherheit diskutiert. In der öffentlichen Debatte begegnen uns dabei immer wieder Narrative wie: „Mehr Zuwanderung aus muslimisch geprägten Ländern bedeutet mehr Gewalt und Kriminalität“ oder „Unsere Grenzen müssen vor illegaler Migration geschützt werden.“ Solche Bedrohungsszenarien dienen als Begründung für eine zunehmend restriktive Migrationspolitik und eine Politik des „Law and Order“.
Doch was haben Fluchtmigration und Sicherheit tatsächlich miteinander zu tun? Und was verändert sich, wenn wir die Perspektiven und Erfahrungen von Geflüchteten selbst in den Mittelpunkt rücken?
Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Linke Positionen zu Flucht und Migration“ wollen wir diese Fragen diskutieren. Dabei geht es um das Verhältnis von Sicherheit, Kontrolle und Selbstbestimmung: Welche Rolle spielt die Polizei im Alltag von Geflüchteten? Wie entstehen Gefühle von Unsicherheit? Welche Vorstellungen von Sicherheit stehen dahinter – und wessen Sicherheit wird politisch priorisiert?
Wir sprechen außerdem über die Folgen von Angriffen auf die Selbstorganisation und das Empowerment von Geflüchteten und über die zunehmende Kriminalisierung zivilgesellschaftlicher Solidarität. Ein Beispiel dafür ist der politische Umgang mit dem Tausch von Gutscheinen gegen Bargeld. Welche Handlungsspielräume bleiben angesichts einer immer restriktiveren Migrationspolitik und der angekündigten „Abschiebungen im großen Stil“? Und welche Formen von Solidarität und Widerstand entstehen dagegen?
Darüber diskutieren die Sozialwissenschaftlerin Dr. Leonie Jantzer und eine Aktivistin der Initiative „Nein zur Bezahlkarte“. Linda Kabalan vom Flüchtlingsrat Hamburg moderiert die Veranstaltung.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der GWA St. Pauli.
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
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