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16. April 2026: online: Diskussion/Vortrag : „Die Scham muss die Seite wechseln“

Digitale Gewalt und patriarchaler Alltag

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Saal und Livestream
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zeit
16.04.2026, 19:00 - 21:00 Uhr
Themenbereiche
Geschlechterverhältnisse, Feminismus, Online-Veranstaltung

Beschreibung

„Die Scham muss die Seite wechseln“
Chris Köver (Foto: Winkler), Kathi_Gebel (Foto: Nicklas Kurzweil, CC BY-SA 4.0), Amina Aziz Collage: RLS

Collien Fernandes kämpft schon lange gegen digitale Gewalt, der sie seit Jahren ausgeliefert ist. Nun hat sie mit ihrer Anzeige gegen ihren Ex-Mann und der SPIEGEL-Recherche eine längst überfällige Debatte ausgelöst. Deepfake-Pornografie, nicht einvernehmlich hergestellte und veröffentlichte Bildmaterialien und gezielte digitale Erniedrigung sind keine Randphänomene – sie sind Ausdruck struktureller patriarchaler Machtverhältnisse, die im digitalen Raum eine neue, schwer greifbare Form annehmen.

Was auf den ersten Blick wie ein prominenter Einzelfall wirkt, verweist auf ein systematisches Problem: Männer üben eine gewaltförmige Dominanzkultur aus. Digitale Gewalt gegen Frauen* ist keine Ausnahme, sondern Alltag. Sie trifft Aktivistinnen, Politikerinnen, Journalistinnen – und unzählige Frauen, deren Namen nie in den Schlagzeilen erscheinen. Künstliche Intelligenz senkt die technische Hürde, Plattformen profitieren von Empörung und Reichweite, und das Strafrecht hinkt der Realität strukturell hinterher.

Wie lassen sich digitale und physische Gewalt und patriarchale Alltagsverhältnisse zusammendenken, vor allem vor dem Hintergrund, dass das eigene Zuhause immer noch der gefährlichste Ort für Frauen* ist? Wie ist die Gesetzesinitiative von der Justizministerin Stefanie Hubig einzuschätzen? Wieso werden trotz des steigenden Bedarfs Förderungen von Gewaltschutz und Frauenhäuser massiv abgebaut? Und welche Rolle spielen Plattformbetreiber, deren Geschäftsmodelle auf Aufmerksamkeit beruhen – unabhängig davon, womit diese erzeugt wird? Diesen Fragen gehen wir in einer Podiumsdiskussion nach, die den aktuellen Fall zum Ausgangspunkt nimmt, ohne bei ihm stehenzubleiben.

Gäste:

  • Kathrin Gebel, MdB, Frauenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag 
  • Chris Köver, Redakteurin bei netzpolitik.org
  • Amina Aziz, Journalist*in

Die Veranstaltung wird live übertragen, wir bitten um Anmeldung für die Teilnahme vor Ort (s. o.).

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Standort

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zugänglichkeit
  • Rollstuhlgerechter Zugang
  • Fahrstuhl rollstuhlzugänglich
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Öffentlicher Nahverkehr

Weitere Informationen zur Zugänglichkeit

Kontakt

Henning Obens

Bereichsleiter Politische Kommunikation, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 177

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