Europa hat den Kolonialismus in den 1960er- Jahren in vielen afrikanischen Staaten für beendet erklärt. Zu Unrecht. In Wirklichkeit haben Europäer, die sich gern als Verfechter von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Szene setzen, korrupte politische Systeme auf dem Kontinent gefördert. Systeme, die ihnen dabei helfen, Afrikanerinnen und Afrikaner weiterhin zu bevormunden und auszubeuten. Doch vor allem in der Sahelzone sind viele Menschen an einem Punkt angekommen, an dem sie sich das nicht mehr bieten lassen. Sie sind sogar bereit, Militärregime zu unterstützen, die ihre Fassaden-Demokratien zertrümmern. In »Putsch« zeigt Issio Ehrich die komplexen Netzwerke auf, die Europa mit Staaten in Afrika verbinden. Und er provoziert einen Perspektivwechsel. Er gibt Menschen eine Stimme, deren Sicht viel zu oft ignoriert wird, wenn es um Afrika geht. Menschen in Afrika.
Issio Ehrich ist ein freier Journalist und Fotograf aus Berlin. Er berichtet vor allem über die Sahelzone und die Türkei. Seine Reportagen erscheinen in Qualitätsmedien in Deutschland und dem europäischen Ausland. In Podcasts, in Radio und TV spricht er regelmäßig über die Lage in seinem Berichterstattungsgebiet. Für seine Reportage »Generäle an die Macht!« in der ZEIT, die eine wichtige Grundlage für das Buch ist, wurde er mit dem TheodorWolff-Preis 2024 ausgezeichnet.
An diesem Abend liest er aus seinem Buch und kommt anschließend mit den Zuhörer*innen ins Gespräch.
Eintritt frei
Eine Veranstaltung von Heros Nürnnberg in Kooperation mit dem Kurt-Eisner-Verein / Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern.
Standort
Kontakt
Niklas Haupt
Regionalmitarbeiter Bayern (Fürth), Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern / Kurt-Eisner-Verein
E-Mail: niklas.haupt@rosalux.org
Telefon: +49 911 76689900