23. April 2019 Film THE TRUE COST - Der Preis der Mode

Film mit anschließender Gesprächsrunde

Information

Veranstaltungsort

heizhaus
Wandererstr. 89c
90431 Nürnberg

Zeit

23.04.2019, 19:00 - 23:00 Uhr

Themenbereiche

Arbeit / Gewerkschaften, Globalisierung

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Im Rahmen der Fashion Revolution Week in Nürnberg zeigt das Quellkollektiv in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein/RLS Bayern den Film THE TRUE COST - Der Preis der Mode.

Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 – oft geht man in Kleidungsgeschäfte und ist begeistert, wie billig die neueste Mode bei uns zu haben ist. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? THE TRUE COST – Der Preis der Mode macht sich auf die Suche und verfolgt eindrucksvoll den Weg, den die Kleidung macht, bevor sie zu uns ins Geschäft kommt. Die bedrückende Antwort auf die Frage ist: Es darf nicht sein!

Es gibt kaum einen Markt, bei dem Schein und Realität so weit auseinander liegen wie bei der Bekleidungsindustrie. Auf der einen Seite gibt es Modeschauen mit Starmodels und rotem Teppich, auf der anderen Seite wird die Kleidung zumeist unter sklavenähnlichen Bedingungen in sogenannten Dritteweltländern produziert. Die Ausbeutungskette, die hinter jedem einzelnen Kleidungsstück steckt, wird unsichtbar hinter der Glamourwelt der Modeindustrie.

THE TRUE COST – Der Preis der Mode zeigt diese Kette auf: Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten? Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist erschreckend. Ebenso erschreckend ist die Verdrängung dieser Tatsache in der westlichen Welt. Wer würde schon eine Hose kaufen, wenn er wüsste, dass dafür ein Kind verdursten musste oder die Näherin der Hose in den Trümmern einer eingestürzten Fabrik gestorben ist? THE TRUE COST – Der Preis der Mode zeigt die erschütternde Wahrheit: Die Kosten für unsere Kleidung müssen andere bezahlen.

Die Fashion Revolution ist eine Bewegung, die nach dem schweren Unglück in der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch am 24. April 2013 ins Leben gerufen wurde. Bei dem Fabrikeinsturz starben 1134 Menschen und 2500 wurden verletzt. 
In jener Fabrik wurden auch Kleidungsstücke für europäische Modeketten wie Kik und United Colors of Benetton produziert. Die Katastrophe zog die Aufmerksamkeit der Weltbevölkerung auf die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Textilbranche. An diesen Umständen hat sich seitdem wenig geändert – deshalb bleibt das Engagement der Fashion Revolution und seiner Botschafter wichtig.
Unter dem Motto „Who made my clothes?“ sind Menschen auf der ganzen Welt dazu aufgerufen, Modelabels zu fragen, woher ihre Kleidung stammt. Das Ziel der Aktion: Mit dieser simplen Frage Druck auf Marken und Händler aufbauen, um mehr Transparenz in der Modebranche zu schaffen.
Laut Fashion Revolution ist die Frage danach, wer die Kleidung produziert, nur der erste Schritt – und erst mit den Antworten darauf werden weitere Fragen möglich: Wie werden die Arbeiter bezahlt, wie sind ihre Arbeitsbedingungen? Welche Folgen hat die Modeproduktion für die Umwelt? Könnte man die Situation verbessern – und was können wir tun?

Standort

Kontakt

Niklas Haupt

Regionalmitarbeiter Bayern (Fürth), Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern / Kurt-Eisner-Verein

Telefon: +49 911 76689900