4. November 2019 Bildungsreise Im Spannungsfeld von Besatzung und Autoritarismus: Linke Kritik und politische Praxis in Israel.

Eine Bildungsreise nach Israel, vom 04. – 08. November 2019

Information

Veranstaltungsort

Tel Aviv
Rothschild Boulevard 11
6688114 Tel Aviv

Zeit

04.11.2019, 14:30 - 08.11.2019, 14:30 Uhr

Themenbereiche

Soziale Bewegungen / Organisierung, Palästina / Israel, Naher Osten

Zugeordnete Dateien

Im Spannungsfeld von Besatzung und Autoritarismus: Linke Kritik und politische Praxis in Israel.
Protest gegen Polizeigewalt, Tel Aviv, 2015. Foto: Activestills

--- save the date ! -- Anmeldeformular und Teilnahmebeitrag Mitte Januar auf dieser Seite ! --

Der globale Aufwind autoritärer Regierungen und Diskurse geht nicht an Israel vorüber. Hart erkämpfte Bürger- und Menschenrechte werden abgebaut, Rechtspopulist*innen stellen demokratische Strukturen und Institutionen infrage und hetzen gegen Minderheiten. Diese Tendenzen sind schon länger als in vielen anderen Industrieländern zu beobachten, was nicht zuletzt auf den repressiven Charakter der langanhaltenden israelischen Besatzung der Palästinensergebiete zurückgeführt werden kann, der zunehmend Rückwirkungen auf die israelische Gesellschaft selbst hat, ebenso wie auf die geopolitische Lage des Landes, die reaktionären Kräften die Möglichkeit eröffnet, mit einer Politik der Angst hegemonial zu werden.

Wie konstatiert sich eine kritisch-emanzipatorische Bewegung in diesem Spannungsfeld, das zudem - nicht zuletzt aufgrund einer Dekade langen neoliberalen Politik - mit alltäglicher sozialer und existenzieller Angst ums Überleben gepaart ist? Welchen Einfluss haben 52 Jahre Besatzung auf eine soziale Praxis und linke Kritik innerhalb Israel? Auf der fünftägigen Bildungsreise nach Israel wollen wir uns mit Aktivist*innen, Intellektuellen und Publizist*innen aus verschiedenen Bereichen mit diesen Fragen linker Kritik auseinandersetzen.

Es wird um die Geschichte der kommunistischen Partei Israels aber auch um außerparlamentarische Bewegungen gehen. Welchen Einfluss hatten und haben zum Beispiel Gruppen wie Matzpen, (sozialistische anti-zionistische Bewegung in den Siebzigern) oder die israelischen Black Panthers (die sich am Beispiel der Black Panthers in den USA orientierten gegen Diskriminierung vom Mizrahim kämpften) bis heute?
Was sind die aktuellen Initiativen in den Bereichen Anti-Militarismus, radikalem Feminismus und wie lässt sich der Kampf gegen die Besatzung mit den sozialen antikapitalistischen Kämpfen in Israel verbinden oder schließen sie sich gegenseitig aus?

Die Geschichte der emanzipatorischen Linken ist in Israel immer auch die Frage der Kooperation von jüdischen und palästinensischen Aktivist*innen, und folglich wird sich unser Augenmerk auch auf gemeinsame Kämpfe und dessen Schwierigkeiten richten.


Geplant sind Aufenthalte in Tel Aviv/Jaffa, Haifa, Nazareth und Jerusalem.

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg, in Kooperation mit den Auslandsbüro der Rosa Luxemburg Stiftung in Israel (Tel Aviv).

Standort

Kontakt

Andreas Merkens

Referent für politische Bildung / Studien- und Bildungsreisen, Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Telefon: +49 40 28003705