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21. Februar 2026: Lesung/Gespräch : Neutsch-Matinée

Auftakt für den Erik-Neutsch-Literaturwettbewerb

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zeit
21.02.2026, 11:30 - 15:00 Uhr
Themenbereiche
Kunst / Performance

Beschreibung

Neutsch-Matinée

Aus dem zuletzt 2020 ausgelobten Neutsch-Literaturpreis sind zahlreiche tolle Beiträge hervorgegangen, die im Sammelband „Kapstadt kauft Kühe“ – benannt nach dem Beitrag des Prosa-Preisträgers Thomas Lipsky – veröffentlicht wurden. An diese bereichernden Erfahrungen möchten wir anknüpfen und den Auftakt für den neuen Wettbewerb geben.

Der bekannte Autor und Heinrich-Mann-Preisträger Gunnar Decker wird im Rahmen der Neutsch-Matinée aus seiner am 25. Februar 2026 in der Eulenspiegel Verlagsgruppe (Verlag Neues Leben) erscheinenden Erik Neutsch-Biografie lesen, die den Titel „Erik Neutsch. Der letzte Jakobiner" trägt. Das in die Lesung eingebettete Gespräch zwischen ihm und dem Publikum moderiert Jannine Hamilton (Leiterin Interne Kommunikation der RLS).

Der DDR-Schriftsteller Erik Neutsch stellte wie kein Zweiter das Thema Arbeiter und Macht ins Zentrum seines Werkes. Damit erreichte er ein Millionenpublikum, stieß aber auch auf teils heftigen Widerstand bei SED-Funktionären. Bereits sein erster großer Erfolg "Spur der Steine" (1964) galt einigen von ihnen als zu anarchistisch. Das nachfolgende Buch "Auf der Suche nach Gatt", erhielt jahrelang keine Druckerlaubnis und konnte erst 1973 erscheinen. In den 1980er Jahren jedoch geriet Neutsch – auch aufgrund seiner Alkoholkrankheit – in eine Schreibkrise und entfremdete sich von seinen Lesern. Erst der Wendeschock von 1989 brachte ihn wieder zu sich und weckte einen neuen Schreibfuror. Vom Literaturbetrieb weitgehend ignoriert, gelang ihm 2003 mit "Nach dem großen Aufstand. Ein Mathias-Grünewald-Roman" ein bedeutsames Alterswerk, das seiner Wiederentdeckung harrt.

Erik Neutsch war es ein wichtiges Anliegen, junge Menschen für das Schreiben zu begeistern. Auch deshalb richtet sich der in Vorbereitung befindliche, nach ihm benannte Literaturwettbewerb an Autorinnen und Autoren unter 35 Jahren.

Wir freuen uns auf angenehme Begegnungen, schöne Gespräche, auf einen offenen Austausch, ein Wiedersehen, ein Neu-Entwickeln und Weiterdenken.

Um Anmeldung wird gebeten, s.o.

Standort

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zugänglichkeit
  • Rollstuhlgerechter Zugang
  • Fahrstuhl rollstuhlzugänglich
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Öffentlicher Nahverkehr

Weitere Informationen zur Zugänglichkeit

Kontakt

Axel Krumrey

Referent Bau und Treuhandstiftungen, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310468

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