29. Oktober 2021 Diskussion/Vortrag Verbindende Klassenpolitik und Organizing

Wie wir aus aktuellen Kämpfen in Land und Stadt lernen können

Information

Veranstaltungsort

Online

Zeit

29.10.2021, 19:30 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Soziale Bewegungen / Organisierung

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Verbindende Klassenpolitik und Organizing

Bei der digitalen Veranstaltung nehmen wir uns die Zeit von (aktuellen) Kämpfen zu lernen. Martin Neise und Lucie Matting moderieren die Diskussion mit den Gästen aus der Großstadt, aus kleineren Städten und der Fläche. Violetta Bock, Philipp Rubach und Jeannine Sturm kämpfen aktuell zu unterschiedlichen Themen mit unterschiedlichen Visionen, Interessen und methodischem Handwerkszeug. Was alle drei verbindet ist ihre Bündnisfähigkeit und die Bedeutung, die sie Organizing zusprechen und auf welches sie sich auf unterschiedliche Weise beziehen, um ihre Kämpfe zu gewinnen. Von den kleinen und großen Erfolgen ihrer politischen Arbeit und wie es zu diesen kam werden sie uns erzählen.

Es wird also bei dem Thema «verbindende Klassenpolitik» nicht fokussiert um Analysen zur Gestaltung des «sozialen Raumes» gehen, der Frage von objektiven Veränderungen von Arbeit, wirtschaftlichem Strukturwandel und Wandel des Arbeitsmarktes, noch wird es darum gehen sehnsuchtsvoll in die Vergangenheit zu schauen und ein vergangenes Klassenverständnis zu idealisieren.

Mit der Veranstaltung und den Diskussionen wollen wir produktiv machen, welche Bedeutung es hat Interessen zu verbinden, sich aufeinander zu beziehen. Wir wollen diskutieren, welche Methode bei unterschiedlichen Themen (Wohnen, Gesundheit, Klimagerechtigkeit) im Verhältnis zwischen Stadt und Land stehen und dies zu unterschiedlichen Prozessen und Aufgaben führt; wie unterschiedlich Organisation(en) aufgebaut werden und dabei eben von den realen Unterschieden der Lebenssituationen erfahren. Vor allem so kann das Potenzial dieser arbeitsintensiven Praxis, das Organizing, hervorgehoben werden – als Chance für verbindende Klassenpolitik – als «eine neue Klassenpolitik, die die Vielfältigkeit von Interessen des linken Mosaiks nicht negiert» (vgl. Candeias 2021, S.462).

Was haben diese Kämpfe, die aktive Verbindung von Interessen weiterer Kämpfe und der Machtaufbau mit Organizing zu tun? Wie das geht? Welches Handwerkzeug funktioniert wann und wie? Wie können wir unsere Organisationen langfristig wachsen lassen? Wie können wir kollektiv Ziele erreichen und uns strategiefähig machen? Davon lernen wir zusammen beispielhaft und konkret.
 

Gäste

  • Philipp Rubach ist Gründer von Aufbruch Ost und Direktkandidat für DIE LINKE zur Bundestagswahl 2021 in Nordsachsen.
  • Violetta Bock ist aktiv im Stadtteilen Rothe Ecke in Kassel und im gewerkschaftlichen Projekt OKG. Sie ist Stadtverordnete der Partei DIE LINKE und Übersetzerin von «Transformatives Organizing – Ein Handbuch» von Eric Mann.
  • Jeannine Sturm hat die Streikleitung Berliner Krankenhausbewegung inne. Sie ist Intensivkrankenpflegerin und Mitglied der Tarifkommission.

Moderation

  • Lucie Matting (Bildungskoordinatorin Organizing in der Akademie für Politische Bildung der RLS)
  • Martin Neise (Mitarbeiter in der Bundesgeschäftsstelle der Partei DIE LINKE im Bereich Politische Bildung mit dem Schwerpunkt Organizing)

Hinweis: Die Online-Veranstaltung wird visuell in Echtzeit von Jana Kreisl begleitet und es werden eine Reihe an inspirierenden Videobotschaften geteilt.

Kontakt

Lucie Matting

Projektkoordination Organizing, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 491