18. April 2017 Diskussion/Vortrag »NSU-Komplex Auflösen!«

Dokumentartheater und Diskussion zu institutionellem Rassismus in Deutschland

Information

Veranstaltungsort

Chagallsaal, Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Str. 17
60311 Frankfurt

Zeit

18.04.2017, 19:00 - 22:00 Uhr

Themenbereiche

Geschichte, Ungleichheit / Soziale Kämpfe

Zugeordnete Dateien

Mit: Ayse Güleç, Olivia Sarma, Tahir Della und Canan Topçu

Der NSU ist Teil einer Geschichte des Rassismus in Deutschland. Wenn heute Migrant*innen und Geflüchtete angegriffen und ausgegrenzt werden, stellt sich die Frage, was wir 5 Jahre nach der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds gelernt haben.

Ende Februar 2017 stellte eine Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats fest, dass Deutschland ein gravierendes Problem mit institutionellem Rassismus habe. Eine Auseinandersetzung mit rassistischen Strukturen in Behörden und bei der Polizei, am Arbeitsmarkt, in den Medien und im Alltag fordern Initiativen betroffener Menschen schon seit Jahren – finden in der breiten Öffentlichkeit aber nur wenig Gehör.

Szenen aus »Die NSU-Monologe« der Bühne für Menschenrechte erzählen die Geschichte der Familie von Halil Yozgat, der am 6. April 2006 in Kassel vom NSU ermordet wurde. Sie geben Impulse für die anschließende Diskussion: Wie lauten die Forderungen von Betroffenen? Wie lässt sich institutioneller Rassismus in Deutschland fassen? Was kann dagegen getan werden?

Der Abend ist zugleich eine Einladung, sich am NSU-Tribunal vom 17.-21. Mai in Köln zu beteiligen.

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Es wird Flüsterübersetzung in Englisch und Türkisch geben.

Veranstalter*innen: Bildungsstätte Anne Frank / response, Beratung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt, Heinrich-Böll-Stiftung Hessen, Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen, DGB Frankfurt, Copwatch Frankfurt, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Hessischer Flüchtlingsrat, Tribunal »NSU-Komplex auflösen!«

 

Standort