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14. April 2026: onlineausgebucht: Seminar : Rosa Luxemburg: «Sozialreform oder Revolution»

Start des Lesekreises zu einem Schlüsseltext des demokratischen Sozialismus

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zeit
14.04.2026, 19:00 - 20:30 Uhr
Themenbereiche
Rosa Luxemburg, Gesellschaftstheorie, Online-Veranstaltung
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Rosa Luxemburg: «Sozialreform oder Revolution»

Reform oder Umbruch – eine Frage, die bleibt

1899 legte Rosa Luxemburg mit Sozialreform oder Revolution? eine der schärfsten politischen Streitschriften ihrer Zeit vor – und das mit gerade einmal 27 Jahren. Sie richtete sich gegen Eduard Bernstein, der als Begründer des Revisionismus gilt. Er hatte in der Zeitschrift Die Neue Zeit gefordert, politische Kompromisse einzugehen und die soziale Lage der Arbeiterklasse durch schrittweise Reformen zu verbessern, statt auf die Revolution zu setzen.

Rosa Luxemburg ließ das nicht gelten. In einer Artikelserie warf sie ihm vor, mit seiner Abkehr von der Revolution den Zielen der Sozialdemokratie zu widersprechen. Dabei lehnte sie Reformen nicht ab, bestimmte aber ihr Verhältnis zur Revolution unmissverständlich: «Für die Sozialdemokratie besteht zwischen der Sozialreform und der sozialen Revolution ein unzertrennlicher Zusammenhang, indem ihr der Kampf um die Sozialreform das Mittel, die soziale Umwälzung aber der Zweck ist.» Ihre Artikelserie erschien zunächst in der Leipziger Volkszeitung und wurde 1899 als Broschüre veröffentlicht. Innerhalb der SPD entbrannte daraufhin eine heftige Debatte über die politischen Ziele der Partei, die sogenannte Revisionismusdebatte.

In unserem Lesekreis diskutieren wir gemeinsam Rosa Luxemburgs Argumentation und fragen, was ihre Analyse für politische Kämpfe heute bedeutet. Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung – wir freuen uns darauf, allen Interessierten Rosa Luxemburg und ihr spannendes Werk näherzubringen.

Günseli Yilmaz, die zum Arbeitsbegriff bei Marx promoviert und zur Frauenfrage forscht, wird jede Woche einen Input zum Thema des jeweiligen Kapitels geben, um allen Teilnehmenden den Einstieg in das Werk zu erleichtern. Im Anschluss wird das Gelesene gemeinsam besprochen und diskutiert.

Der Lesekreis gliedert sich in zwölf Treffen à 90 Minuten, die zweiwöchentlich dienstags in Präsenz und digital stattfinden. Für die Vorbereitung sind jeweils meist zwischen 10 bis 15 Seiten zu lesen.

Beginn: Dienstag, 14. April 2026, 19 Uhr. 

Weitere Termine: 28.4., 12.5., 26.5., 9.6., 23.6., 7.7., 21.7., 1.9., 15.9., 29.9., 13.10.

Dieser Lesekreis ist ausgebucht, es wird parallel ein zweiter Lesekreis angeboten. 

Die Teilnahme ist kostenfrei. 

Standort

Informationen zur Zugänglichkeit und Barrierefreiheit

Zugänglichkeit
  • Rollstuhlgerechter Zugang
  • Fahrstuhl rollstuhlzugänglich
  • Assistenzhunde erlaubt
  • Öffentlicher Nahverkehr

Weitere Informationen zur Zugänglichkeit

Kontakt

Dr. Julia Killet

Referentin für historisch biografisches Lernen, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: +49 30 44310 121

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