11. März 2019 Ausstellung/Kultur «Arbeit, lebensnah. Käthe Leichter und Marie Jahoda»

Das Leben und Wirken zweier Wienerinnen im «Jahrhundert der Extreme»

Information

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Salon
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Zeit

11.03.2019, 18:00 - 20:00 Uhr

Themenbereiche

Erinnerungspolitik / Antifaschismus, Geschlechterverhältnisse, Kunst / Performance

Zugeordnete Dateien

«Arbeit, lebensnah. Käthe Leichter und Marie Jahoda»
Die Schauspielerinnen Anita Zieher (Käthe Leichter) und Brigitta Waschnig (Marie Jahoda). Eine Koproduktion von portraittheater mit AK Kultur Oberösterreich und Theater Drachengasse Wien Foto: Barbara Palffy

In einer Koproduktion des Wiener Portraittheaters mit AK Kultur Oberösterreich und Theater Drachengasse Wien und unter Regie von Sandra Schüddekopf schlüpfen Anita Zieher und Brigitta Waschnig in die Lebensgeschichten von Käthe Leichter (1895-1942) und Marie Jahoda (1907 – 2001). Beide Wissenschaftlerinnen waren Pionierinnen der Arbeitsforschung in der ersten Republik Österreich.

Käthe Leichter war die erste Leiterin des Frauenreferats der Arbeiterkammer Wien. Die Flucht mit ihrer Familie ins Ausland gelang ihr 1938 nicht. Sie wurde von der Gestapo verhaftet, ins KZ Ravensbrück verschleppt und 1942 in der Psychiatrischen Anstalt Bernburg ermordet.

Marie Jahoda wurde v.a. als Autorin der Studie «Die Arbeitslosen von Marienthal» weltweit bekannt; diese Studie gilt als eine der wichtigsten Grundlagen der Sozialwissenschaft. Auch Marie Jahoda wurde 1936 inhaftiert, kam aber dank internationaler Interventionen wieder frei und konnte nach England  und in die USA emigrieren. Seit 1962 war sie in Großbritannien mit einer Professur für Sozialpsyologie betraut.

Anlässlich des Internationalen Frauentages lassen uns Anita Zieher und Brigitta Waschnig in ebenso spannenden wie berührenden 90 Minutenam am Leben und Wirken dieser zwei Wienerinnen teilhaben und vermitteln uns zugleich wichtige Erkenntnisse ihrer Arbeit, die sie ins Zentrum des Theaterstücks «Arbeit, lebensnah. Käthe Leichter und Marie Jahoda» gestellt haben.

Anmeldung erforderlich bis zum 8. März 2019: 
cornelia.domaschke@rosalux.org oder 030-44310151

Standort

Kontakt

Dr. Cornelia Domaschke

Referentin für Zeitgeschichte und historisch-biographisches Lernen, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Telefon: (030) 44310-151