Beschreibung
Der 6. Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC 2023 machte klar: Die Staaten der Welt müssen ihre Treibhausgasemissionen sehr schnell reduzieren, sonst heizen sich die irdischen Lebensräume immer weiter auf mit absehbaren Konsequenzen: Anstieg der Meeresspiegel (Überflutungen), Zunahme von Wetterextremen (Dürren, Starkregen, Stürme), Artensterben usw.. Wirksame Klimapolitik erfordert unverzüglich weltweit vollständig aus fossiler Verbrennung auszusteigen. Das ist etwas völlig anderes als scheinbare marktwirtschaftlich-zertifizierte CO2-Neutralität.
Laut IPCC-Bericht sind die führenden kapitalistischen Staaten (G7) Hauptverursacher und -verantwortliche der Biosphärenaufheizung.
„Klimagerechtigkeit“ bedeutet daher, dass sie beim Ausstieg aus der fossilen Verbrennung vorangehen und die ärmsten Nationen, die zur Erdaufheizung am wenigsten beitrugen und am meisten darunter leiden, bei ihren Ausstiegen und der Klimafolgenbekämpfung unterstützen. Stattdessen hat „der Westen“ seinen Ausstieg durch den Einstieg in den Hochrüstungskeynesianismus ersetzt und statt russischem Erdgas US- Frackinggas bezogen. Er behinderte federführend Einigungen auf UN-Umwelt- und Klimakonferenzen mit Verweis auf Andere, die zuerst zahlen sollen. Wirksame Umwelt- und Klimapolitik beinhaltet den umfassenden Umbau der heutigen Produktions-, Wirtschafts- und Lebensweisen hin zu Kreislaufwirtschaften. Dieser setzt Frieden und Abrüstung, internationale wirtschaftliche und poltische Zusammenarbeit über Systemgrenzen, Armutsbekämpfung und sozialen Ausgleich voraus. Dies aber widerspricht den inneren Gesetzmäßigkeiten kapitalistischer Gesellschaften.
Mit Wolfgang Frede, Physiker und Berater von Betriebsräten.
Eine Veranstaltung des Rosa-Luxemburg-Clubs Nordheide in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.
Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei zugänglich.
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