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23. Oktober 2026: Seminar : Das Rätsel des Kapitals

Die ökonomischen Manuskripte von 186163. Reihe: 19. Marx-Herbstschule

Wichtige Fakten

Veranstaltungsort

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Straße der Pariser Kommune 8A
10243  Berlin

Zeit
23.10.2026, 17:00 - 25.10.2026, 13:00 Uhr
Themenbereiche
Kapitalismusanalyse
Kosten
Zugeordnete Dateien

Beschreibung

Die Marx-Herbstschule geht zurück zum Anfang und nimmt sich nach neunzehn Jahren wieder eine zentrale Frage von MarxʼKritik der politischen Ökonomie vor: Was ist Kapital?
Als Karl Marx ab 1861 das (von ihm selbst nie veröffentlichte) zweite Heft von Zur Kritik der Politischen Ökonomie schrieb, musste er dieses Rätsel erstmals systematisch lösen: ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum späteren Kapital. Die in der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA² II/3.1-6) zuerst veröffentlichten Manuskripte von 1861-63 sind im Dietz-Verlag als Marx-Engels-Werke (MEW) Bd. 43/44 erschienen.

Auch vom Kapital ist der erste Band der einzige der drei Bände, den Karl Marx selbst herausgegeben hat. Der Band erschien zu seinen Lebzeiten in drei unterschiedlichen Versionen, in zwei deutschen und einer französischen Ausgabe. Marx hatte die neuen Versionen jeweils noch selbst überarbeitet. Nach Marxʼ Tod besorgte Engels zwei weitere Ausgaben. Der berühmte blaue Band MEW 23, der heute die endgültige Rezeptionsgrundlage bildet, ist die vierte und letzte Version von 1890. Diese unterschiedlichen Varianten und ihre Veränderungen, die besonders den Anfang der Marxschen Kritik der kapitalistischen Produktionsweise betreffen, werden bis heute viel diskutiert.

Doch es gibt neben diesen Varianten auch drei wichtige Vorarbeiten auf „dem Weg zum Kapital“: Die Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie von 1857/58 (MEW Bd. 42), dann Zur Kritik der politischen Ökonomie von 1859 (MEW Bd. 13) und schließlich die Ökonomischen Manuskripte von 1861-63 (MEW Bd. 43), die wir in der diesjährigen Herbstschule lesen. Diese Manuskripte sind interessant, weil es wie später im Kapital um die Entwicklung der grundlegenden Kategorien der kapitalistischen Produktionsweise geht: um die Verwandlung von Geld in Kapital, um das Rätsel des Mehrwerts und des Profits sowie um die Anwendung und Ausbeutung der Ware Arbeitskraft kurz, es geht um das Rätsel Kapital.

Die Manuskripte von 1861-63 sind aber auch interessant, weil sie Marx gleichsam bei der Arbeit zeigen. Sie zeigen vor allem, gerade im Vergleich mit den anderen Vorarbeiten sowie mit dem Kapital, wo Marx besondere Schwierigkeiten mit seinem Gegenstand hatte, mit der kapitalistischen Produktionsweise die ja der eigentliche Grund für all die Probleme ihrer Darstellung ist. Besondere Probleme bereiten offensichtlich der Anfang im Lichte der Entwicklung und Darstellung der politischen Ökonomie insgesamt, des Weiteren die Übergänge von Ware, Geld und Kapital und schließlich die fundamentalen Kategorien wie der Begriff der abstrakten Arbeit und des Werts, der Ware und des Geldes. Hier nahm Marx in seinen Vorarbeiten immer wieder unterschiedlich Anlauf, und auch im Kapital finden sich noch Ambivalenzen und Unklarheiten.

Das Thema der diesjährigen Marx-Herbstschule ist also ideal sowohl für Einsteiger*innen als auch für Fortgeschrittene, die bereits mit dem Kapital oder den Vorarbeiten vertraut sind.

Programm

Freitag, 23.10.2026

1718:30 Uhr
Vorstellung des Readers und Einführung ins Thema
Mit: Nadja Rakowitz, Christian Frings: Die Manuskripte von 1861-63 als Vorarbeiten zum Kapital

1921 Uhr
1. AG-Phase


Samstag, 24.10.2026

1013 Uhr
2. AG-Phase

1314 Uhr Mittagessen

1417 Uhr
3. AG-Phase

1921 Uhr
Rethinking Marxism Today: Lessons from the Past and the Urgent Path Forward
Mit: Simin Fadaee
Moderation: Bafta Sarbo

 

Sonntag, 25.10.

911 Uhr
4. AG-Phase für Frühaufsteher*innen

11-13 Uhr
Zur globalen Rezeption des Kapital
Mit: Jan Hoff
Moderation: Frank Engster
 

Weitere Infos und Reader findet ihr auf marxherbstschule.net
 

Die 19. Marxherbstschule ist eine gemeinsame Veranstaltung von "Helle Panke" e.V,  Rosa-Luxemburg-StiftungDietz-Verlag, dem Berliner Verein zur Förderung der MEGA-Edition e.V. sowie dem nd. Journalismus von links.

 

Rosa-Luxemburg-Stiftung, Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin

Kosten: 15 Euro (mit Verpflegung)

Anmeldung erforderlich

Standort

Kontakt

Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Telefon: 030 47538724

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