Wem gehört der Fußball?
Die WM 2026 als Bühne von Macht, Kommerz und Widerstand
Fußball-Weltmeisterschaften waren nie nur Sportereignisse. Autoritäre Regime nutzen sie zur politischen Inszenierung, Konzerne und FIFA verwandeln sie in globale Geldmaschinen. Die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada wird erneut zeigen, wie eng Machtpolitik, Kommerz und gesellschaftliche Konflikte miteinander verbunden sind. Gleichzeitig entstehen rund um den Fußball immer wieder Protest, Solidarität und Gegenöffentlichkeit.
Die WM steht heute für einen Fußball, der immer stärker nach den Interessen von Verbänden, Sponsoren und Medienkonzernen organisiert wird – oft auf Kosten von Fans, Zugänglichkeit und lokaler Verankerung. Gleichzeitig waren die Weltmeisterschaften von Beginn an Spiegel von globalen, kolonial und imperial geprägten Machtverhältnissen, und sie werfen ein Licht auf gesellschaftliche Konflikte, etwa Ungleichheit und Armut, Migrationspolitik und autoritärer Umbau – auch und ganz besonders in den USA.
Wir fragen nach, wie politische Machtinteressen, ökonomische Logiken und Fankulturen zusammenwirken: Wer profitiert von der WM? Wer trägt die sozialen und politischen Kosten? Welche Formen von Kritik, Protest oder Aneignung entstehen rund um das Turnier – und was lässt sich daraus für eine internationalistische Perspektive auf Sport und Politik lernen?
Dafür versammelt das Dossier historische Analysen zur politischen Geschichte der Weltmeisterschaften und zur besonderen Situation in Nordamerika, Hintergründe zur FIFA, zu Sportswashing, zu Kommerzialisierung, Korruption und Alternativen im Fußballbetrieb, sowie Beispiele für Zeichen der Solidarität und Widerstände in der Fankultur.











