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Publikation

Verlagskooperation
Autor/Innen: Ronald Blaschke, Adeline Otto, Norbert Schepers
Erschienen: September 2012

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Grundeinkommen

Von der Idee zu einer europäischen politischen Bewegung. Von Ronald Blaschke, Adeline Otto und Norbert Schepers (Hg.). Mit einem Vorwort von Katja Kipping.

All jene, die für ein Grundeinkommen in Europa streiten, wissen um die doppelte Gegenwehr: sowohl um die Denkblockaden im eigenen politischen Lager als auch um den Widerstand der Herrschenden. Letztere haben guten Grund, dem Grundeinkommen Steine in den Weg zu legen. Würde es doch die Kräfteverhältnisse zugunsten all jener verändern, die ihre Arbeitskraft als Ware zum Verkauf anbieten müssen. An der Basis der Gewerkschaften haben dies schon viele erkannt und bringen sich deswegen zum Beispiel beim Gewerkschafterdialog Grundeinkommen ein. In einer Grundeinkommensgesellschaft kann schließlich niemand mehr mit Existenzangst bedroht werden. Das Erpressungspotenzial Erwerbslosigkeit, und damit der freie Fall in ein System der Schikane, verliert in einer Grundeinkommensgesellschaft an Kraft. Den Herrschenden wird damit eins ihrer wichtigsten Druckmittel genommen. Die Beschäftigten hingegen sind in einer besseren Verhandlungssituation, die genutzt werden kann für höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten, für mehr Mitsprache im Betrieb, also auch für eine Demokratisierung der Wirtschaft. Insofern handelt es sich beim Grundeinkommen um ein Instrument, dass die konkreten Aneignungskämpfe unterstützt. Dies erklärt die Gegenwehr der Herrschenden und wirft Fragen angesichts der Gegenwehr einiger Gewerkschaftsfunktionäre auf.
Das vorliegende Buch widmet sich auch konkreten Kämpfe und Debatten ums Grundeinkommen in Europa, wie dem Forschungsprojekt in Finnland oder verschiedenen Ansätzen in Frankreich. Beim Grundeinkommen handelt es sich jedoch nicht allein um ein europäisches Projekt. Das bekannte Modellprojekt aus Namibia und Projekte in Indien zeigen auf faszinierende Weise, wie die europäischen Debatten Impulse für den globalen Süden gaben und wie wiederum die positiven Erfahrungen dort die Debatten innerhalb der westlichen Welt bereichern. Aus gutem Grund sollte also das Grundeinkommen als Globales Soziales Recht angelegt sein. Letztlich geht es um nicht weniger als darum: Mit einem Grundeinkommen die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen – in Europa und weltweit. (Katja Kipping im Vorwort)

Creative Commons-Lizenz

Dieses Buch wird unter den Bedingungen einer Creative Commons License veröffentlicht:
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Erschienen in Kooperation mit dem VSA Verlag. Das gedruckte Buch ist über den VSA Verlag auch käuflich zu erwerben.

Inhalt

Katja Kipping
Mit einem Grundeinkommen die Verhältnisse zum Tanzen bringen – nicht nur in Europa

Ronald Blaschke
Grundeinkommen – Was ist das? Eine kurze Begriffsklärung

Ronald Blaschke
Von der Idee des Grundeinkommens zur politischen Bewegung in Europa – Entwicklung und Fragen
1. Kurze Geschichte der Grundeinkommensidee in Europa und USA
2. Die Idee des Grundeinkommens wird zur Forderung einer breiten, politisch unterschiedlich geprägten Bewegung in Deutschland
3. Die Grundeinkommensbewegung in Europa
4. Marktliberale und emanzipatorische Begründungs- und Ausgestaltungsansätze für ein Grundeinkommen
5. Europäische Grundeinkommensbewegung – Fragen

Grundeinkommen in Europa: Politische Debatte, Forschung und Aktionen

Werner Rätz
Bedingungsloses Grundeinkommen und Krise

Adeline Otto
Grundeinkommen in Frankreich – Akteure und Konzepte

Johanna Perkiö
Die Grundeinkommensdiskussion in Finnland und ein Forschungsprojekt

Adeline Otto
Das Grundeinkommen in Entschließungen des Europäischen Parlaments

Klaus Sambor
Die Europäische Bürgerinitiative Grundeinkommen

Ronald Blaschke
Aktuelle Ansätze und Modelle von Grundsicherungen und Grundeinkommen in Deutschland
Vergleichende Darstellung

1. Einleitung
2. Ableitung der Höhe eines Transfers zur Sicherung der Existenz und Ermöglichung der Teilhabe
3. Schlussfolgerung zur Höhe eines Transfers, der Existenz und gesellschaft liche Teilhabe für eine erwachsene Person sichern soll
Exkurs: Vergleich der erforderlichen Höhe von Transfers mit Transfer höhen bei Grund-/Mindestsicherungsmodellen und Ansätzen bzw. Modellen von Grundeinkommen
Exkurs: Vergleich Monatsnettoeinkommen Single heute mit Monatsnettoeinkommen Single bei ausgewählten Transfermodellen
4. Kriterien und Bemerkungen zum Vergleich der Transferansätze und -modelle
5. Kurzdarstellung von Grundsicherungen
6. Kurzdarstellung von parti ellen Grundeinkommen (PGE)
7. Kurzdarstellung von bedingungslosen Grundeinkommen
8. Kurzdarstellung nicht konkreti sierter Grundeinkommensansätze und -modelle
9. Tabellarische Übersicht über Grundsicherungs- und Grundeinkommensmodelle
10. Aktivitäten und Beschlüsse zum Grundeinkommen bei den Gewerkschaften
11. Ausblick

Literatur

AutorInnen und HerausgeberInnen