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Publikation

Reihe Standpunkte
Autor/Innen: Franz Segbers
Erschienen: Dezember 2016

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Religion nur Privatsache?

Die Linke, der Laizismus und das Menschenrecht auf Religionsfreiheit

«Der Islam gehört zu Deutschland!» Dieser Satz stammt vom ehemaligen Bundepräsidenten Christian Wulff. Die AfD setzt dagegen: Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Und was sagt die LINKE zu dieser Frage, bei der das Menschenrecht auf Religionsfreiheit zur Debatte steht? Auf ihren Landesparteitagen in Sachsen und Nordrhein-Westfalen haben die LaizistInnen die konsequente Trennung von Staat und Kirche gefordert, sodass Religion Privatsache sein kann. Doch die Erfahrungen im laizistischen Frankreich stimmen eher nachdenklich: Um Religionskonflikte zu vermeiden, verdrängt dort der Staat die Religion aus der Öffentlichkeit und produziert dabei einen Religionskonflikt. Wenn ein Staat seinen religiösen BürgerInnen die gleiche Anerkennung verweigert, schließt er sie aus und bedroht das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Eine konsequente linke Religionspolitik müsste alle drei Aspekte des Menschenrechts auf Religionsfreiheit ernst nehmen: die Freiheit zur Religion, die Freiheit von der Religion, aber auch die Freiheit, Religion öffentlich zu praktizieren.

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