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Publikation

Reihe Analysen
Autor/Innen: Armin Osmanovic
Erschienen: Januar 2017

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Schmuggel ist normal

Illegale Geschäfte, eine «heilige Stadt» und der Staat im Senegal.

Im Senegal blühen die illegalen Geschäfte. Drogen-, Waffen- und Menschenhandel sowie der Schmuggel von Waren aller Art über die Landesgrenzen hinweg sind in dem westafrikanischen Land schon lange kein Randphänomen mehr. Illegale Geschäfte bedrohen Staat und Gesellschaft, da der Schmuggel von unverzollten Waren die Einnahmen des Staates schmälert und Drogen und geschmuggelte Medikamente die Gesundheit der Menschen gefährden. [...]

In diesem Text wird erstens nach den Grundlagen des wirtschaftlichen Aufstiegs der Stadt Touba und der religiös-spirituellen Netzwerkökonomie der Mouriden gefragt. Dabei geht es insbesondere um das Verhältnis von Marabout, dem religiösen und spirituellen Führer und Lehrer, und seinen Talibe (arab.: Schüler), zu denen Kinder und Erwachsene gehören. [...]

Zweitens wird den Fragen nachgegangen, welche Geschäfte im Senegal illegal sind beziehungsweise von der Bevölkerung als illegal angesehen werden. Letzteres ist vom Kontext, von den Werten der Menschen abhängig. Was die auch im Senegal so wichtigen internationalen Geldgeber beklagen und fordern, unterscheidet sich durchaus von den vorherrschenden Normen der im Senegal lebenden Menschen. [...]

Schließlich stellt sich die Frage, wie sich dieses Machtgeflecht zwischen Touba und seinen Marabouts und den Regierenden in Dakar in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Inhalt:

Einleitung
Macht und Religion

  • Informelle Macht, Gefälligkeiten und illegale Geschäfte
  • Soziales Kapital, Migration und Geschäfte

Illegale Geschäfte und die Marabouts im Senegal

  • Schmuggel
  • Drogenhandel
  • Waffenhandel
  • Menschenhandel
  • Geldwäsche

Eine «heilige Stadt» mit Schatten

  • Wandel der «praktikablen Normen»

Literatur