Dokumentation https://www.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere Dokumentationen. de Copyright Thu, 18 Oct 2018 17:47:23 +0200 Thu, 18 Oct 2018 17:47:23 +0200 TYPO3 Dokumentation https://www.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg https://www.rosalux.de/ 144 109 Hier finden Sie unsere Dokumentationen. news-39436 Thu, 18 Oct 2018 17:32:14 +0200 20 Jahre nach der Pinochet-Verhaftung https://www.rosalux.de/dokumentation/id/39436/ Transnationale Gerechtigkeit damals und heute Die Geschichte und Gegenwart Berlins hat etliche Bezüge zu schweren Menschenrechtsverletzungen, aber auch zu deren Aufarbeitung: In Berlin kam am 18. Oktober 1945 das Internationale Militärgericht zusammen, das später in den Nürnberger Prozessen über die Verbrechen der Nationalsozialisten verhandelte. In Berlin feierten Überlebende und Betroffene der Diktatur von Augusto Pinochet dessen Verhaftung am 17. Oktober 1998 in London. Und im selben Jahr verfolgten Berliner Jurist*innen, Politiker*innen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen auch die Gründung des Internationalen Strafgerichtshofs.

Anlässlich der Jahrestage dieser vielfältigen historischen Ereignisse luden die Fraktionen von DIE LINKE und Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus gemeinsam mit dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) zur Diskussion.

Überlebende, Aktivist*innen und Jurist*innen aus Chile und Deutschland diskutierten, wie transnationale Gerechtigkeit gelingen kann und was noch zu tun bleibt.
Teilgenommen haben unter anderem:

  • Dirk Behrendt, Berliner Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Bündnis 90 / Die Grünen
  • Sebastian Schlüsselburg, Rechtspolitischer Sprecher, Fraktion Die Linke im Berliner Abgeordnetenhaus
  • Naomi Roht-Arriaza, Rechtsprofessorin University of California und Autorin von «The Pinochet Effect: Transnational Justice in the Age of Human Rights»
  • Angela Mudukuti, Expertin im Völkerstrafrecht, Wayamo Foundation (Berlin)
  • Winfried Hempel, Rechtsanwalt und ehemaliger Bewohner der Colonia Dignidad
  • Petra Schlagenhauf, Rechtsanwältin
  • Wolfgang Kaleck, Rechtsanwalt und Generalsekretär des ECCHR

Gesprochen wurde Deutsch und Englisch und simultan gedolmetscht.

Die Veranstaltung wurde live gestreamt über den Facebook-Kanal des ECCHR, die Aufzeichnung des (unbearbeiteten) Streams kann hier angeschaut werden:

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news-39401 Fri, 12 Oct 2018 13:52:16 +0200 Agrarindustrie 4.0 https://www.rosalux.de/dokumentation/id/39401/ Digitalisierung und Konzernmacht in der Landwirtschaft Smart Farming, Drohnen, per Satellit gesteuerte Traktoren, die Nutzung von Klima- und Wetterdaten durch Big Data oder die Anwendung von synthetischer Biologie: Ist Digitalisierung tatsächlich das neue Wundermittel um Hungerkrisen und den Verlust der Biodiversität zu beenden oder den Klimawandel zu begrenzen? Neue Technologien versprechen Effizienzsteigerungen und Nachhaltigkeit bei der Erzeugung. Dabei geht es im Kern um das massenhafte Sammeln und Auswerten von sämtlichen Hof- und Anbau- genauso wie von Verbraucher*innendaten.

Agrarkonzerne wie Bayer und Deere, aber auch Internetkonzerne wie Amazon und Google sind längst dabei, sich die Hoheit über die Digitalisierung der Landwirtschaft anzueignen. Durch Fusionsprozesse konsolidieren sie ihre Dominanz nicht nur in einem Sektor, sondern vertikal entlang mehrerer Schnittstellen der Lebensmittelkette. Ihre Bemühungen werden durch politische Entscheidungsträger*innen in Deutschland und anderswo unterstützt, die vor allem die Vorteile der Digitalisierung betonen und Investitionshemmnisse aus dem Weg räumen wollen. Eine kritische Betrachtung kommt bislang zu kurz: Inwieweit und mit welchen politischen Maßnahmen kann die Digitalisierung für den Umbau hin zu einer sozial und ökologisch gerechten Landwirtschaft genutzt werden? Wer sind die zentralen Akteure im Digitalisierungsgeschäft? Was bedeutet die Digitalisierung explizit für kleinbäuerliche Erzeuger*innen und Arbeitende in Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie weltweit?

Mit:

  • Pat Mooney (ETC Group und Träger des Alternativen Nobelpreises)
  • Geraldine de Bastion (Konnektiv)
  • Franza Drechsel (GLOCON)
  • Jan Urhahn (INKOTA-netzwerk)

Sprachen: Deutsch und Englisch

In Kooperation mit INKOTA-netzwerk, GLOCON, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein, Agrar Koordination und FIAN Deutschland.

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news-39373 Wed, 03 Oct 2018 13:23:00 +0200 Linker Populismus https://www.rosalux.de/dokumentation/id/39373/ Luxemburg Lecture von Chantal Mouffe  

Populismus ist ein schillernder Begriff. In der Debatte um den dramatisch um sich greifenden rechten Populismus gerät fast in Vergessenheit, dass es auch alte und neue Formen eines linken Populismus gibt – derzeit am prominentesten bei Podemos und France Insoumise. Ernesto Laclau und Chantal Mouffe haben dazu seit Jahrzehnten gearbeitet, theoretische Begründungen geliefert. Nun folgt ein politisches Plädoyer.

In dem bei Suhrkamp erschienenen Band «Für einen linken Populismus» geht Chantal Mouffe der Frage nach, was diesen Populismus ausmacht und was er leisten kann. Und wo liegen die Fallstricke? Wie steht es um Personenkult und Emotionalisierung der Politik? Wie um das Spannungsverhältnis zwischen dem beschworenen «Volk» und einer «Führung»? Gibt es tatsächlich ein populistisches Momentum, das diese Form notwendig macht? Sollte eine Grenze zwischen linker und linkspopulistischer Politik gezogen werden?

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news-39370 Mon, 01 Oct 2018 00:00:00 +0200 Das Gesundheitstribunal. Wir klagen an! https://www.rosalux.de/dokumentation/id/39370/ Der Regisseur Volker Lösch stellt das Gesundheitssystem vor Gericht. Dokumentation eines Theaterstücks. Am 13. September feierte «Das Gesundheitstribunal. Wir klagen an!» Premiere im Innenhof der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Urs-Bonifaz Kohler schaute sich die von Volker Lösch inszenierte Gerichtsverhandlung gegen den neoliberalen Umbau des Gesundheitssystems an und hat für das aktuelle Herbst-Heft von Lunapark21darüber geschrieben. Kohler ist der Meinung, das Stück von Volker Lösch und Ulf Schmidt ist von unschätzbarem Wert für die Gewerkschaften und sollte bundesweit auf Tournee gehen. Und an vielen Orten – beispielsweise solchen mit großen Profitcenter-Kliniken – zur Aufführung gelangen.

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news-39292 Mon, 17 Sep 2018 00:00:00 +0200 über:morgen https://www.rosalux.de/dokumentation/id/39292/ Was ist in Zeiten der globalen Rechtsverschiebung das linke Versprechen einer besseren Zukunft? Wie sieht ein «Sozialismus 2.0» aus und wie können wir ihn gewinnen? Dokumentation der Zukunftstagung 2018. Diese Fragen standen im Zentrum der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung organisierten dreitägigen Zukunftstagung. Sie brachte Theorie und Debatte, Praxis und Kultur zusammen und diskutierte konkrete Projekte linker Politik: Vom Pflegeaufstand bis zu den Willkommensstädten, von Neuer Klassenpolitik und linkem Feminismus bis zum Infrastruktursozialismus.

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news-39239 Fri, 31 Aug 2018 16:39:39 +0200 Berliner Schulbauoffensive https://www.rosalux.de/dokumentation/id/39239/ Einstieg in die Privatisierung oder sinnvolle Umgehung der Schuldenbremse? Die 2009 mit einer Grundgesetzänderung beschlossene Schuldenbremse verbietet den Bundesländern eine Nettokreditaufnahme. Notwendige Zukunftsinvestitionen bleiben so aus und erzeugen im Alltag vieler Menschen Probleme. Besonders drastisch ist die Lage bei Schulen in Berlin, zahlreiche Gebäude verfallen und müssen saniert oder neugebaut werden. In Berlin wird der Sanierungs- und Neubaubedarf auf 4,1 Milliarden Euro geschätzt. Der rot-rot-grüne Senat plant eine Schulbauoffensive durch Land und Bezirke, jedoch auch unter Beteiligung der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE. Während der Stadt weitere Kreditaufnahmen untersagt sind, könnte die HOWOGE die notwendigen Mittel leihen. In einem Papier aus dem Gesprächskreis Wirtschaftspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurde diese Kooperation einer Öffentlich-Öffentlichen-Partnerschaft (ÖÖP) begründet. Dagegen sieht die Volksinitiative «Unsere Schulen» hier einen «rot-rot-grünen Präzedenzfall» für und einen Einstieg in eine Schulprivatisierung (Kommentar zum Papier des Gesprächskreises). Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hatte Autor*innen und Kritiker*innen des ÖÖP-Konzepts eingeladen.

Es diskutierten:  

  • Carl Wassmuth, Gemeingut im BürgerInnenhand
  • Ulrich Scholz, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
  • Daniela Trochowski, Staatssekretärin im Finanzministerium Brandenburg
  • Achim Truger, Professor für Volkswirtschaftslehre, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

Moderation: Axel Troost, Gesprächskreis Wirtschaftspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Begrüßung: Dagmar Enkelmann, Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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news-39051 Tue, 03 Jul 2018 12:00:52 +0200 Bildung und Ungleichheit in Deutschland https://www.rosalux.de/dokumentation/id/39051/ Neueste Ergebnisse der erziehungswissenschaftlichen Ungleichheitsforschung. Buchpräsentation mit Meike Sophia Baader.

Über 30 Teilnehmende haben beim zweiten «Salon Bildung» der Rosa-Luxemburg-Stiftung in 2018 mit Prof. Dr. Meike Sophie Baader (Universität Hildesheim) angeregt über Bildung und Ungleichheit in Deutschland debattiert. Ein Fokus der Diskussion lag auf den multifaktoriellen Ursachen von sozialer Ungleichheit im flexibilisierten Kapitalismus, wie sich diese im Bildungswesen reproduziert und auf der Frage, wie das Bildungssystem wiederum selbst Ungleichheit erzeugt und verfestigt.

Bildungsungleichheit ist multifaktoriell. Soziale Ungleichheit und gesellschaftliche Abkoppelungsprozesse sind unübersehbar. Die herausragende Bedeutung von Bildung für die Lebensperspektiven junger Menschen in Deutschland ist unbestritten. Der Erwerb schulischer und beruflicher Bildungsqualifikationen spielt eine Schlüsselrolle im sozialen Integrationsprozess. Bildungsabschlüsse sind entscheidend für die Chancen auf gesellschaftlich anerkannte Positionen, auch wenn Bildung allein längst kein Garant mehr dafür darstellt. Da sich die Auswirkungen von sozialer Benachteiligung jeweils kumulativ-kontextuell darstellen, werden die Bereiche Familie und Kindheit, Schule und Hochschule sowie außerschulische Bildung und Weiterbildung in den Blick genommen und es wird nach Durchquerungen, Genderaspekten, Intersektionalität und Inklusion gefragt.

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news-39140 Tue, 19 Jun 2018 13:53:00 +0200 Weltkrieg, Spaltung, Revolution https://www.rosalux.de/dokumentation/id/39140/ Sozialdemokratie 1916–1922 Die Geschichte der Arbeiterbewegung während des Ersten Weltkriegs und der ersten Jahre der Weimarer Republik wird oft in einfacher Gegenüberstellung von Mehrheitssozialdemokratie, Unabhängiger Sozialdemokratie und sich gründender Kommunistischer Partei erzählt.

Mit dem kürzlich von ihnen herausgegebenen Band durchbrachen Uli Schoeler und Thilo Scholle diese allzu schlichte Darstellung. In «Weltkrieg.Spaltung.Revolution. Sozialdemokratie 1916-1922» (Dietz 2018) zeigen sie, welche Debatten es zwischen, vor allem aber auch innerhalb der Parteien gegeben hatte.

Die angesprochenen Jahre erscheinen in den einzelnen Beiträgen als eine Zeit intensiver und dynamischer Auseinandersetzungen. Quer durch alle Parteien wurden die Fragen politischer Verfasstheit des Landes, zur Gestaltung der Wirtschaftsordnung und zu den Aufgaben linker Parteien breit und plural diskutiert.

Für den 19. Juni 2018 lud die Rosa-Luxemburg-Stiftung zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Redaktion der Zeitschrift «Arbeit-Bewegung-Geschichte» dazu ein, diese Fragen wieder aufzugreifen.

Auf dem Podium im Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung saßen ANTJE VOLLMER, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a. D.; PROF. DR. ULI SCHÖLER, Vorstandsvorsitzender der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung sowie THILO SCHOLLE, Redaktionsmitglied der «Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft».

Dabei habe es bei der gut besuchten Veranstaltung – dem Bericht von Velten Schäfer für die Tageszeitung «neues Deutschland» zufolge – ziemlich viele «Konjunktive um Hugo Hasse» gegeben. Schäfer fragte sich, ob eine Verständigung zwischen der SPD und DIE LINKE über ihre verschiedenen Geschichtsbilder möglich ist, kam dessen ungeachtet aber zu dem Schluss, dass «die alte Phrase, es sei gut gewesen geredet zu haben», am Ende dieses Abend «weniger abgeschmackt als sonst» geklungen habe. 

Die Zeitschrift «Arbeit-Bewegung-Geschichte» plant in ihrer kommenden Ausgabe eine Dokumentation des Abends.

Das Buch zur Veranstaltung:

Uli Schöler / Thilo Scholle (Hg.)
Weltkrieg. Spaltung. Revolution
Sozialdemokratie 1916–1922

472 Seiten, Broschur
30,00 Euro, ISBN 978-3-8012-4260-2
Erscheinungstermin: März 2018

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news-39006 Fri, 15 Jun 2018 11:53:00 +0200 Aufstand am Tellerrand https://www.rosalux.de/dokumentation/id/39006/ Zweites politisches Sommerpicknick Das politische Sommerpicknick «Aufstand am Tellerrand» widmete sich der Frage nach den Produktionsbedingungen und Lieferketten unserer Lebensmittel, informierte über Handlungsnotwendigkeiten und diskutierte Lösungsansätze aus dem In- und Ausland.

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news-39040 Thu, 14 Jun 2018 17:14:00 +0200 «Ökonomie jenseits der schwäbischen Hausfrau» https://www.rosalux.de/dokumentation/id/39040/ Prof. Heiner Flassbeck zur Situation der Eurokrise Noch immer gibt es über den Ursprung der Eurokrise erhebliches Unverständnis. Seit Beginn dieser Krise versuchen interessierte Kreise, den Staaten in Südeuropa und Frankreich die Schuld für das Versagen der Währungsunion in die Schuhe zu schieben. Doch das führt in die Irre. Prof. Heiner Flassbeck zeigt, welches die Funktionsbedingungen einer Währungsunion waren und sind und wie dagegen schon in den Gründerjahren auch von Deutschland verstoßen wurde. Er verbindet die weltweite Kritik an den deutschen Leistungsbilanzüberschüssen mit seiner Kritik an der Rolle Deutschlands in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) und an dem mikroökonomischen Denken, das in Deutschland vorherrscht.

Er zeigt, dass insbesondere die Funktionsweise des Arbeitsmarktes und die Rolle des Sparens von der «schwäbischen Hausfrau» nicht verstanden werden. Er macht konstruktive Vorschläge zur Rettung der Union, die angesichts der Ergebnisse der Wahlen in Italien von höchster Aktualität sind.

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