Dokumentation https://www.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere Dokumentationen. de Copyright Mon, 03 Oct 2022 05:53:35 +0200 Mon, 03 Oct 2022 05:53:35 +0200 TYPO3 Dokumentation https://www.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg https://www.rosalux.de/ 144 109 Hier finden Sie unsere Dokumentationen. news-47076 Fri, 23 Sep 2022 14:19:22 +0200 Wer schuldet uns was? https://www.rosalux.de/dokumentation/id/47076 Feministischer Blick auf private, staatliche und globale Schulden – Maldekstra Salon #2 Seit Beginn der Coronakrise steigt die Verschuldung weltweit rasant – zum ersten Mal auf über 300 Billiarden Dollar weltweit. Im Fokus der Finanzinstitutionen stehen dabei in erster Linie die Staatsschulden, die im vergangenen Jahr (2021) fast 98 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes erreicht haben. Dabei haben sich auch die Schulden der Privathaushalte erhöht. Inflation, Energiekrise und Lohnkrise treffen viele Menschen in Deutschland hart. Doch wie sie sich verschulden, läuft weitgehend unter dem Radar. Es gibt keine verlässlichen Daten. Wer jedoch private Schulden hat, steht angesichts der zunehmenden Inflation vor immer größeren Problemen.

In Argentinien hat die feministische Bewegung die massiven Schulden der Privathaushalte zum Politikum gemacht. Feministische Theoretikerinnen wie Veronica Gago und Luci Cavallero analysieren Verschuldung als neue Form der Ausbeutung. Sie zeigen auf, wie die private Verschuldung der Haushalte mit Staatsverschuldung und strukturellen Problemen wie Sozialabbau verknüpft ist. In der Coronakrise, in der das Schulden machen in Lateinamerika allzu oft notwendig wurde, um das tägliche Überleben zu finanzieren, sprechen Regierung und Banken Frauen und ihre Netzwerke als verlässliche Schuldenzahlerinnen gezielt an.

Luci Cavallero und Veronica Gago stellen ihren Ansatz zur Politisierung von Verschuldung vor. Diskutiert wird, inwiefern die feministische Perspektive auch in Deutschland hilft und in die sozialen Proteste einfließen kann, die im Herbst erwartet werden.

Mit

  • Luci Cavallero und Veronica Gago
  • Susanne Hansen (OneWorryLess Foundation, aktiv in der Bewegung #IchBinArmutsbetroffen)

Moderation: Karin Gabbert

Livestream-Aufzeichnung mit deutschem Übersetzungston

Eine Simultanverdolmetschung dient der Verständigung in der gegebenen Kommunikationssituation. Sie ist für den Moment bestimmt und stellt keine 1:1-Übertragung des Originals dar. Für alle Angaben kann keine Gewähr übernommen werden.
 

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news-47078 Wed, 14 Sep 2022 15:37:00 +0200 Gerät die atomare Welt aus den Fugen? https://www.rosalux.de/dokumentation/id/47078 Diskussion zur vielbeschworenen «Renaissance der Atomkraft» Hans-Peter Dürr-Lecture und Podiumsdiskussion anlässlich der Veröffentlichung des neuen Uranatlas 2022

Der russische Krieg gegen die Ukraine hat die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen aus Russland offengelegt. Aber auch die Atomkraftwerke in der EU, einschließlich der deutschen, beziehen ihr Uran zu 40 Prozent aus Russland und Kasachstan. Obwohl Atomkraft keine Zukunftstechnologie ist, sich weder rechnet noch zum Klimaschutz substantiell beiträgt, hat die EU jüngst die umstrittene Energiegewinnung in ihrer neuen Taxonomie als «nachhaltig» eingestuft. Frankreich und England haben sogar eine Ausbau-Offensive für Atomkraft angekündigt. Droht die vielbeschworene «Renaissance der Atomkraft» – auch bei der Lösung militärischer Konflikte?

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news-46791 Wed, 20 Jul 2022 12:11:11 +0200 Krise und sozial-ökologische Transformation https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46791 Auftaktpodium zur Eröffnung des gleichnamigen Graduiertenkollegs Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Die bislang eingeschlagenen Wege ökologischer Modernisierung werden nicht zum Ziel führen, sie werden drastische Auswirkungen des Klimawandels nicht verhindern können und erschweren eine sozial gerechte Anpassung an dessen nicht mehr vermeidbare Folgen. Die Begrünung von Investitionen und Wirtschaftswachstum zögert die notwendige Reduktion von Produktion und Verbrauch weiter hinaus; die Debatte um den Boykott Russlands als Energielieferant führt in aller Deutlichkeit vor Augen, dass das wirtschaftliche Geschehen dieser Welt noch immer auf fossilem Fundament stattfindet. Politische Akteure, die eine gesellschaftliche Transformation als Verbindung von ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit anvisieren, sollten in dieser Lage auf offene Ohren stoßen, und bleiben doch randständig.

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news-46753 Wed, 06 Jul 2022 17:24:12 +0200 Wie Schwarze Menschen in Europa begannen, sich zu organisieren https://www.rosalux.de/news/id/46711 Auf einer internationalen Konferenz der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland diskutierten Aktive aus Bewegung und Wissenschaft Menschen afrikanischer Herkunft sind seit langem Teil europäischer Gesellschaften. Sie leben hier seit Jahrhunderten, auch wenn Bücher über die neuere Geschichte des Kontinents dieser Tatsache kaum Rechnung tragen. Die internationale Konferenz «Black Europe: Die Anfänge Schwarzer Selbstorganisation in Europa», die die Rosa-Luxemburg-Stiftung gemeinsam mit der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) organisiert hat, versammelte vom 10. bis 12. Juni 2022 Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen aus Europa in Berlin, um tiefer in diese Vergangenheit einzutauchen und ihre aktuelle Bedeutung für Schwarze Communities herauszuarbeiten.

Femi Awoniyi ist Chefredakteur von The African Courier, einer Zeitschrift, die über Afrika und die afrikanische Diaspora in der ganzen Welt berichtet.

Über drei Tage hinweg beschäftigten sich die Konferenzteilnehmer*innen in Vorträgen und moderierten Diskussionen mit der Frage, «was Schwarze Menschen angesichts der widrigen Bedingungen in rassistischen Gesellschaften unternommen haben, um sich zusammenzuschließen und ihre Interessen kollektiv zu vertreten». Acht Redebeiträge aus verschiedenen europäischen Ländern erörterten die jüngste Geschichte der Selbstorganisation Schwarzer Menschen in ihrem jeweiligen nationalen Kontext. Zwei weitere wissenschaftliche Vorträge untersuchten den Einfluss der Afroamerikanischen Bewegung auf ihre europäischen Pendants.

In ihrer Begrüßung betonte Daniela Trochowski als Geschäftsführerin der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Notwendigkeit, mit der Konferenz den weit verbreiteten Vorstellungen ethnisch homogener Bevölkerungen in Europa eine andere Erzählung entgegenzustellen, um so den Mythos eines «weißen» Kontinents zu entkräften. Trochowski erklärte, die Stiftung richte die Veranstaltung aus, weil sie sich gegen jene rassistischen Strukturen einsetze, die Polizeigewalt, Diskriminierung bei der Wohnungssuche und am Arbeitsplatz sowie weitere Benachteiligungen für Menschen afrikanischer Herkunft verursachten.

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news-46814 Tue, 05 Jul 2022 17:14:00 +0200 Clara Zetkin – Kämpferin für mehr Gleichheit https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46814 Diskussion zum 165. Geburtstag Clara Zetkin war Sozialistin, Klassenkämpferin, Pazifistin, Antifaschistin, Rednerin, Redakteurin, Politikerin und – auch wenn sie sich wohl nicht so genannt hätte – Feministin. Sie setze sich unermüdlich für mehr Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Solidarität ein und für die Beseitigung von Klassen- und Geschlechterunterschieden. Sie eckte an, wurde missverstanden und posthum auch ideologisch ausgenutzt.

Wer war Clara Zetkin? Was können wir heute von ihr lernen? Wo würden wir ihr heute widersprechen? Diesen Fragen gingen die Zetkin-Expertinnen bei der Aufzeichnung des Livepodcasts gemeinsam auf den Grund.

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news-47075 Tue, 05 Jul 2022 13:24:00 +0200 International - Solidarisch - Stark https://www.rosalux.de/dokumentation/id/47075 Gewerkschaftliche Arbeit entlang der Wertschöpfungs- und Lieferketten. Internationale Konferenz 2022 Digitalisierung und Automatisierung machen auch entlang der Lieferkette nicht halt: Wie verstehen wir den Prozess der Digitalisierung? Gibt es international gemeinsame Forderungen und Auseinandersetzungen? 

All diese Fragen wurden auf der Konferenz «International - Solidarisch - Stark: Gewerkschaftliche Arbeit entlang der Wertschöpfungs- und Lieferketten» vom 5. bis 6. Juli 2022 in Berlin diskutiert.
Aktivist*innen aus mehreren Ländern kamen miteinander, mit Unternehmen und der Politik ins Gespräch. Eine besondere Rolle spielte das neue Lieferkettengesetz. Dessen Wirkung auf die Handelsketten wurde aus unterschiedlichen Sichtweisen betrachtet und diskutiert.

Die Internationale Konferenz «International - Solidarisch - Stark: Gewerkschaftliche Arbeit entlang der Wertschöpfungs- und Lieferketten» vom 5. bis 6. Juli 2022 in Berlin ist eine Kooperationsveranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit dem Fachbereich Handel von ver.di, tie und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

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news-46643 Wed, 29 Jun 2022 10:32:00 +0200 Wir müssen reden https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46643 Dokumentation der überregionalen Enteignungskonferenz in Berlin, Ende Mai 2022 «Wir müssen reden», so hat die Initiative Deutsche Wohnen & Co. enteignen ihre Konferenz überschrieben. 700 Menschen aus dem In- und Ausland waren der Einladung gefolgt und haben am 27. bis 29. Mai 2022 an der Enteignungskonferenz in der Technischen Universität Berlin teilgenommen, um über hohe Mieten, Bodenspekulation und Strategien dagegen, über die Eigentumsfrage beim Wohnen und die Vergesellschaftung der großen Wohnungskonzerne zu sprechen.

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news-46732 Sat, 18 Jun 2022 16:11:00 +0200 Festival de:lux https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46732 Kultur und Musik, linke Politik und Talks in Berlin Das erste Festival de:lux bot einen Tag voller Kultur und Musik sowie linker Politik und Diskussionen.

Drei Panels wurden im Livestream übertragen und können weiterhin angesehen werden.

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news-46671 Thu, 16 Jun 2022 15:55:46 +0200 Soziale Kämpfe, politische Bündnisse und die Wahlen https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46671 Jetzt heißt es Kräfte bündeln! Berliner Brasiliendialoge - Die entscheidenden Wahlen in 2022 Jetzt Kräfte bündeln und «Weg mit Bolsonaro!», so lautet der Ansatz im Vorwahlkampf, den politische Akteure in Brasiliens sozialen Bewegungen verfolgen. Nalu Faria (Marcha Mundial das Mulheres) und Anielle Franco (Instituto Marielle Franco) beleuchten in diesem Video der Veranstaltung kritisch und zugleich hoffnungsvoll die aktuelle Situation der brasilianischen Gesellschaft aus afro-brasilianischer, feministischer und aktivistischer Perspektive. Beiden Referentinnen ist klar, dass Lula gewinnen muss, damit wieder demokratische Grundrechte in Brasilien gelten können, doch es geht ihnen um mehr als um «kleine Reförmchen».

Dokumentation der Veranstaltung in der Reihe «Berliner Brasilien-Dialoge». Unten ist die Video-Aufzeichnung der Veranstaltung abrufbar in der Originalversion (Portugiesisch). Eine Version mit deutscher Übersetzung folgt bald.

Aus der Erfahrung des letzten Wahlkampfs wollen sie sich diesmal nicht an Fake News abarbeiten, sondern eigene Ideen im direkten Kontakt mit der Bevölkerung stark machen, die eine solidarische Alternative zum menschenverachtenden Bolsonarismo bieten. Und gut vernetzt sind sie nun auch durch die Nachbarschaftssolidarität vieler Initiativen, die den Menschen im Alltag zur Seite stehen.

Kritisch benennen sie Kapitalismus und Neoliberalismus, die unter Bolsonaro wieder zu Hunger in der Bevölkerung geführt haben. Anschaulich schildert Anielle Franco, dass nur noch 90 Monate bleiben, bis der Kipp-Punkt durch die Abholzung des brasilianischen Regenwaldes erreicht ist. Damit wird deutlich, dass den progressiven Akteuren keine Zeit bleibt, sich in Partikularinteressen zu zerstreiten. In zwei großen Bündnissen kämpfen Initiativen, Kirchengruppen, Parteien und Gewerkschaften nun zusammen für einen Regierungswechsel. Der Entwurf für ein Positionspapier* dieser Sammelbewegung mit Forderungen für soziale und demokratische Verbesserungen, die ein Präsident Lula schnell umsetzen könnte, ist bereits veröffentlicht. Daran müsste Lula sich dann auch messen lassen. 

Anielle Franco, die Schwester der im Jahr 2018 ermordeten Abgeordneten des Stadtparlaments Marielle Franco lädt zudem zur internationalen Vernetzung gegen Rassismus ein. Ihre Botschaft an diesem Abend ist auch:

Solidarität lebt von gemeinsam koordiniertem Handeln! 

*Link zum Positionspapier (bislang nur in Portugiesisch)

Zur Aufzeichnung der Online-Veranstaltung: Im Original (portugiesisch): «Lutas sociais, alianças políticas e eleições» 

Die «Berliner Brasiliendialoge» sind eine Initiative des Lateinamerika-Instituts der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit: Heinrich-Böll-Stiftung (hbs), Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS), Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), Brasilien Initiative Berlin (BIB), Kooperation Brasilien e.V. (KoBra), Lateinamerika-Forum (LAF), Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America (Mecila), Misereor und Brot für die Welt.

Die nächste Veranstaltung der Reihe mit dem Titel: Öffentlichkeit, digitale Netzwerke und politische Kommunikation findet statt am Mittwoch, 6. Juli 2022, 18  bis 20 Uhr.

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news-46640 Wed, 08 Jun 2022 13:33:00 +0200 Eine starke LINKE ist möglich und wird gebraucht! https://www.rosalux.de/dokumentation/id/46640 Zehn Herausforderungen eines solidarischen Aufbruchs Die Lage der Partei DIE LINKE ist durch einen schreienden Widerspruch geprägt: Sie verfügt über ein starkes Potential von knapp einem Fünftel der Wahlbevölkerung und wird doch immer weniger gewählt. Sie hat in den letzten zehn Jahren 30.000 neue, vornehmlich junge Mitglieder gewonnen und ist trotzdem nicht auf der Höhe der Zeit. Ihre sozialen Forderungen werden breit unterstützt, sie selbst aber nicht. Und dies gerade von denen nicht, die des sozialen Schutzes am meisten bedürfen und für die Gerechtigkeit im Zentrum steht.

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