9 September 2021 Seminar Zusammen sind wir weniger allein

Visionen und Grenzen solidarischen Handelns

Information

Event location

Rosa-Luxemburg-Stiftung
Straße der Pariser Kommune 8A
10243 Berlin

Date

09.09.2021, 10:00 - 10.09.2021, 15:00 Hr

Themes

Soziale Bewegungen / Organisierung, Partizipation / Bürgerrechte, Politische Weiterbildung, Praxisreflektionen, Jugendbildungsveranstaltungen

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In aller Kürze: In diesem Workshop erkunden wir unsere persönlichen Beziehungen zum Wert Solidarität. Wir gucken auf Erfahrungen von Macht und Ohnmacht in diesem Feld und setzen uns damit auseinander, wie wir in solidarischen Praktiken über unsere Grenzen verhandeln können. Darauf aufbauend entwickeln wir Visionen für ein solidarisches Miteinander und finden heraus, welchen Platz wir ganz persönlich darin einnehmen wollen.

Die Idee und Vision hinter dem Begriff Solidarität ist eine kraftvolle: ein Prinzip der gegenseitigen Unterstützung, emotionaler wie tatkräftiger Beistand füreinander, ein Blick über den Tellerrand des eigenen Alltags und der eigenen Bedürfnisse auf die Situation anderer; ein Geben und Nehmen auf Augenhöhe, das uns in den großen wie in den alltäglichen politischen Kämpfen das Gefühl gibt, nicht allein zu sein. Solidarität kann Verbindung schaffen, Kraft spenden, Mut machen, praktische Unterstützung darstellen und uns so ermöglichen, Dinge zu erreichen, zu denen wir alleine nicht in der Lage wären.

Unsere alltägliche Realität in sozialen Bewegungen sieht oft ganz anders aus. Häufig konfrontieren wir uns selbst mit hohen Ansprüchen, was wir geben müssen und verlieren dabei unsere eigenen Grenzen und unsere Freude am Tun aus dem Blick. Dann kann ein solidarischer Anspruch in grenzenlose Erschöpfung, in Resignation und Verbitterung, in ein Gefühl permanenten Scheiterns an den eigenen Idealen oder in eine schwer einzugestehende Ohnmacht münden. Zwischen Solidarität und Selbstaufgabe besteht ein Spannungsfeld, das wir im Workshop gemeinsam erkunden wollen, in dem wir es mit unseren persönlichen Geschichten füllen. Mit einigen theoretischen Impulsen und erfahrungsorientierten Methoden wollen wir herausfinden, was uns in die Räume von Macht oder Ohnmacht führt.

Auf dieser Basis gehen wir anschließend in eine Visionsarbeit und entwickeln Bilder eines machtvollen solidarischen Zusammenlebens, die uns Kraft und Orientierung für unser politisches Handeln geben. Dabei gucken wir auch darauf, wie wir mit unseren zuvor betrachteten persönlichen Prägungen in dieser Vision vorkommen und welche konkreten Schritte wir schon jetzt in diese Richtung unternehmen können.

Zielgruppe: Dieser Workshop richtet sich an ehrenamtlich oder beruflich tätige politische Bildner*innen und politische Akteur*innen im linken Mosaik

Zu den Trainer*innen: Julia Legge ist Trainerin für Konfliktbearbeitung und Prozessbegleiterin. In ihrer Arbeit orientiert sie sich an ihrer Vision eines authentischen und wertvollen Zusammenlebens. Neben dem Thema Solidarität arbeitet sie zu Gender, Sexualität und Gruppendynamik. www.abouttheelephant.de;  Lukas Perka ist Trainer für Konfliktbearbeitung und interessiert sich in seiner Arbeit für die Schnittstelle von strukturellen und persönlichen Konflikten. Neben dem Thema Solidarität arbeitet er aktuell zu Fragen von Zugehörigkeit im städtischen Raum sowie zu den Folgen von anderthalb Jahren Corona-Ausnahmezustand für unser soziales Zusammenleben.

Anmeldung unter: bildungswoche@rosalux.org

 


 

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Team Weiterbildung

Akademie für Politische Bildung

Phone: (030) 44310-452