3 July 2019 Diskussion/Vortrag Die Frauen am Bauhaus

mit Elke Prinz, (Projektleiterin "Verfolgte - vertriebene - vergessene Frauen"

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Event location

Frauenzentrum
Breite Str. 84
38855 Wernigerode

Date

03.07.2019, 10:00 - 12:00 Hr

Themes

Geschlechterverhältnisse

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Die Frauen am Bauhaus
mit Elke Prinz, (Projektleiterin "Verfolgte - vertriebene - vergessene Frauen")

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Frauenzentrum Wernigerode

Das Jahr 1919 war in vieler Hinsicht ein Aufbruchsjahr. So bot auch das Staatliche Bauhaus in Weimar jungen Studierenden beiderlei Geschlechts die Chance, Prüderie, Bürokratie, Konventionen und Klassen-, ebenso wie Geschlechterschranken des Kaiserreichs zu überwinden. Frauen hatten bis dahin in der Regel keinen Zugang zu Kunstakademien - ihnen blieb fast ausnahmslos teurer Privatunterricht, für den sie auch mehr Geld bezahlen mussten als die Männer. Die Großherzoglich-Sächsische Kunsthochschule in Weimar gehörte zu den wenigen Akademien, an denen bereits vor 1919 weibliche Studierende aufgenommen wurden. Im Ergebnis der Novemberrevolution erkämpften Frauen das Wahlrecht - und die Lehrfreiheit. Bei der Eröffnung des Staatlichen Bauhauses Weimar verkündete Walter Gropius im Programm: "Als Lehrling aufgenommen wird jede unbescholtene Person ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht, deren Begabung und Vorbildung vom Meisterrat als ausreichend erachtet wird." So schrieben sich im Sommersemester 1919 also 84 weibliche und 79 männliche Studierende am Bauhaus ein, weshalb Walter Gropius bei seiner ersten Ansprache: "Keine Unterschiede zwischen dem schönen und starken Geschlecht. Absolute Gleichberechtigung, aber auch absolute gleiche Pflichten in der Arbeit aller Handwerker." Wie wurde dieser Anspruch durchgesetzt? Welche Rolle spielten die Frauen bei der Entwicklung von Ideen, Neuerungen und Methoden am Bauhaus? Welche Auswirkungen hatte die nationalsozialistische Machtergreifung für die Bauhaus-Frauen? Dienen und anderen Fragen soll in diesem Vortrag nachgegangen werden.

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