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Dokumentation : Verordnete Solidarität statt "Vorfahrt für Arbeit"!?

Familien- und Geschlechterverhältnisse in Zeiten von Hartz IV. Die Reformen der sozialen Systeme verschieben grundsätzlich die Bedingungen für linke Politik. Seminar für Aktive in Bewegungen, Initiativen und Parteien.

Wichtige Fakten

Datum
02.09.2005
Mit
Iris Nowak, Sozialökonomin, Hamburg
Themenbereiche
Geschlechterverhältnisse

Details

Staatliche Eingriffe in persönliche Lebens- und Liebesverhältnisse haben mit Hartz IV eine neue Dimension erhalten. Partnerschaftliche oder familiäre Bindungen heißen jetzt „Bedarfsgemeinschaften“. In diesen Mini-Kollektiven sollen die Menschen alles tun, um die Hilfebedürftigkeit aller Mitglieder zu mindern. Durch Anrechnung von Partnereinkommen verlieren Frauen ihren Anspruch auf staatliche Leistungen. Zugleich bieten die Löhne der Männer schon lange keine Grundlage mehr dafür, eine Familie zu ernähren. Wer staatliche Unterstützung beantragt, muss damit rechnen, in eine billigere Wohnung ziehen zu müssen oder für jede Form von Job den Wohnort zu wechseln. Solidarische Netzwerke aufrechtzuerhalten, um Alltag in prekären Verhältnissen zu bewältigen, wird unter diesen Bedingungen fast unmöglich.

Diese Veränderungen verschieben grundsätzlich die Bedingungen für linke Politik, so dass wir unsere Denkweisen und Strategien neu bestimmen müssen, um handlungsfähig zu bleiben. Was hieße es, die Suche nach solidarischen Lebensweisen und demokratischen Familienformen zu einem Ausgangspunkt des Widerstands gegen repressive Sozialpolitik zu machen?

Das Seminar richtet sich an Aktive in Bewegungen, Initiativen, Parteien u.ä., die zu Hartz IV und Sozialhilfe beraten und/oder politisch tätig sind.

Seminarleitung: Iris Nowak, freischaffende Sozialökonomin

Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 20 begrenzt ist, bitte melden sie sich an bei >>> IrisNowak@gmx.net oder schriftlich bzw. telefonisch bei Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, z.Hd. Sabine Beneke, 030-44310-221 anmelden.

Das Seminar findet zusätzlich am 2.9. in Berlin statt. >>Link

Lesenswerte Literatur zum Seminar:

Staatliche Eingriffe in persönliche Lebens- und Liebesverhältnisse haben mit Hartz IV eine neue Dimension erhalten. Partnerschaftliche oder familiäre Bindungen heißen jetzt „Bedarfsgemeinschaften“. In diesen Mini-Kollektiven sollen die Menschen alles tun, um die Hilfebedürftigkeit aller Mitglieder zu mindern. Durch Anrechnung von Partnereinkommen verlieren Frauen ihren Anspruch auf staatliche Leistungen. Zugleich bieten die Löhne der Männer schon lange keine Grundlage mehr dafür, eine Familie zu ernähren. Wer staatliche Unterstützung beantragt, muss damit rechnen, in eine billigere Wohnung ziehen zu müssen oder für jede Form von Job den Wohnort zu wechseln. Solidarische Netzwerke aufrechtzuerhalten, um Alltag in prekären Verhältnissen zu bewältigen, wird unter diesen Bedingungen fast unmöglich.

Diese Veränderungen verschieben grundsätzlich die Bedingungen für linke Politik, so dass wir unsere Denkweisen und Strategien neu bestimmen müssen, um handlungsfähig zu bleiben. Was hieße es, die Suche nach solidarischen Lebensweisen und demokratischen Familienformen zu einem Ausgangspunkt des Widerstands gegen repressive Sozialpolitik zu machen?

Das Seminar richtet sich an Aktive in Bewegungen, Initiativen, Parteien u.ä., die zu Hartz IV und Sozialhilfe  beraten und/oder politisch tätig sind.

Seminarleitung: Iris Nowak, freischaffende Sozialökonomin

Die Teilnahme ist kostenlos.

Da die Zahl der Teilnehmenden auf 20 begrenzt ist, bitte für das Seminar bis zum 17. August per mail unter >>> IrisNowak@gmx.net oder schriftlich bzw. telefonisch bei Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, z.Hd. Sabine Beneke, 030-44310-221 anmelden.

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