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Geschlechterverhältnisse

Der Feminismus ist zurück! Womens marches, Frauenstreiks, #metoo, internationale 8. März-Aktionen, die Bewegung ‚Ni una menos’ gegen Frauenmorde und viele mehr. Ob in den USA, Polen, Spanien, der Türkei, Lateinamerika oder Deutschland – feministische Proteste bilden aktuell die einzige transnationale Bewegung, die einen sichtbaren Gegenpol zu Autoritarismus und Rechtsradikalismus markiert. Sie ist sozial heterogen, plural und thematisch vielfältig – als solche hat sie das Potential, „das Ganze“ des Herrschaftsknotens anzugehen.
Um jedoch echte Alternativen zur Politik der Rechten anzubieten, müssen die Widersprüche des gegenwärtigen Neoliberalismus und die Krisenerfahrungen der Vielen aufgenommen werden. Es gilt Perspektiven zu entwickeln, die Erleichterung in drängenden Problemen nicht auf Kosten der Schwächsten versprechen, und nicht durch ein vermeintliches Zurück zu ‚natürlichen’ Lebensmodellen, wie es die Reche in rassistischer und anti-feministischer Hetze tut. Wo liegen gemeinsame Anliegen?
Um hier Antworten zu finden, müssen auch die feministischen Praxen der letzten Jahrzehnte auf den Prüfstand. Sie haben sich von den Belangen und Lebensrealitäten vieler Menschen entfernt, sind teils zu Elitenprojekten geworden. Zu oft wurde versäumt, den Feminismus auch als eine Frage sozialer Gerechtigkeit zu betrachten, Geschlechterverhältnisse als (gesamt)gesellschaftliche, als Produktionsverhältnisse zu denken. Umgekehrt gehören Feminismus, migrantische Perspektiven und auch Ökologiefragen in Zentrum eines linken Projekts, sie können nicht länger als Nebenschauplätze verhandelt werden.
Darum gilt es zu streiten. Wie ein solcher inklusiver Feminismus aussehen kann, wer seine Akteur*innen sein könnten und wie dieses Denken und Handeln wieder in die gesellschaftliche Vorhand kommt, dazu arbeitet die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Abendveranstaltungen, Seminaren, Fortbildungen, Bildungsmaterialien, digitalen Angeboten und Texten.

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