ManyPod

Der Podcast für die Gesellschaft der Vielen

ManyPod - der Podcast für die Gesellschaft der Vielen
The Umvolkung is finally here!
Mit Massimo Perinelli

Die Gesellschaft der Vielen im Gespräch

Der ManyPod ist ein Gesprächs-Podcast, der euch die Kämpfe der Migration um die Ohren hauen möchte.

Wir unterhalten uns mit Freund*innen und Genoss*innen aus der Bewegung, der Wissenschaft, Kultur und Politik darüber, wie wir die Verhältnisse zum Tanzen bringen können.

Von und mit Massimo Perinelli. Zu Hören auf Soundcloud, Spotify und überall wo es Podcasts gibt.

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Der Podcast für die Gesellschaft der Vielen

Manypod #15/2: Ukrainische Geflüchtete: Welcome!

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Im 2. Teil der Folge Ukrainische Geflüchtete: Welcome! Willkommenskultur 2.0 und anti-slawischer Rassismus setzen wir die Gespräche des 1. Teils fort. Wir sprechen mit Expertinnen zum Thema, die alle auch selbst osteuropäische Migrationsbiografien besitzen.
Wie kann die breite Solidarität gegenüber Menschen aus der Ukraine zum Vorbild für den Umgang mit allen Geflüchteten werden, damit nicht die Solidarität mit den einen den Preis der Entsolidarisierung mit den anderen kostet? Der ManyPod rückt dabei den anti-slawischen Rassismus, der mit dem Krieg wieder erstarkt ist, in das Blickfeld und nimmt eine empathische Haltung ein, die alle Menschen aus Osteuropa mit einschließt. Dafür haben wir uns mit der Integrationsbeauftragten Katarina Niewiedzial, der stadtpolitischen Expertin Anastasia Blinzov und der Rassismusforscherin Ana Danilina über ihre Erfahrungen mit anti-slawischem Rassismus und den Möglichkeiten einer nicht-spaltenden Solidarität unterhalten.

ManyPod #15/1: Ukrainische Geflüchtete: Welcome!

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Seit über einem Monat tobt ein immer brutalerer Krieg in der Ukraine, Millionen Menschen, vor allem Frauen und Kinder sind auf der Flucht. Im Gegensatz zu Geflüchteten aus anderen Kriegsgebieten sind für sie die Grenzen nach Europa offen. Wie schon während des Sommers der Migration 2015 engagieren sich auch heute Hunderttausende aus der Zivilgesellschaft in den Hilfsstrukturen. Im Schatten dieser Empathie werden medial jedoch viele anti-slawische Rassismen transportiert, vor allem gegenüber Russlanddeutschen. Und auch das neue positive Bild von den europäischen Ukrainer*innen ist voller Stereotype, die befürchten lassen, dass die Solidarität gegenüber den Ukrainer*innen – wie schon vor 5 Jahren gegenüber den Geflüchteten aus der Arabischen Rebellion – schnell in Ablehnung umschlagen könnte.
Der ManyPod spricht in dieser Doppelfolge mit mehreren Gästen, die selbst über eine osteuropäische Migrationsbiografie verfügen, über die Willkommenskultur 2.0, anti-slawischen Rassismus und die Chancen einer tragfähigen Solidarität gegenüber allen Geflüchteten und Migrant*innen. Im ersten Teil sind das die Aktivistin Svetlana Schmidt, die Illustratorin Kristina Fahrenbruch und der Autor Dmitrji Kapitelman.

Weiterführende Links:

Dmitrji Kapitelman
Dmitrji Kapitelman in «Erinnern stören – Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive»
Christine Fahrenbruch, Illustrationen
Medico international zur Situation an der Polnisch-Ukrainischen Grenze

Teil 2 der Folge findet ihr hier.

ManyPod #14: Was bringt Fluctoplasma?

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In dieser Folge ist der ManyPod zu Besuch beim Fluctoplasma-Festival in Hamburg und spricht mit dem Kurator und Leiter Dan Thy Nguyen über das ehrgeizige Projekt, über 80 Künstler*innen, Kulturschaffende, Aktivist*innen, Betroffene von rassistischer Gewalt oder antirassistische Kollektive zu versammeln, die aus einer migrantischen, nicht weißen Perspektive auf zahllosen Panels, Workshops, Konzerten, Podcasts, Filmen und anderen Formaten ihre Arbeit eingebracht haben. Wir ziehen Bilanz und sprechen über antirassistisches und gerechtes Kuratieren, über die Widersprüche im postmigrantischen Kunstbetrieb, aber auch über Fallstricke von falscher Empowerment- und Identitätspolitik und der Gefahr der Schaffung einer migrantischen Anerkennungs- und Kunstelite.

Dan Thy Nguyen ist freier Theaterregisseur, Schauspieler, Schriftsteller und Sänger in Hamburg. Er arbeitete an diversen Produktionen u.a. auf Kampnagel, dem Mousonturm Frankfurt, der Freien Akademie der Künste Hamburg und an der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. 2014 entwickelte und produzierte er das Theaterstück «Sonnenblumenhaus» über das Pogrom von Rostock -Lichtenhagen. Seit 2020 leitet er mit seiner Produktionsfirma Studio Marshmallow das Hamburger Festival «fluctoplasma - 96h Kunst Diskurs Diversität» und ist stellvertretender Vorstand der LAG Kinder- und Jugendkultur Hamburg.
 
Links:
Festivalseite: Fluctoplasma
 
Text: Dan thy Nguyen: Eine geteilte Community. Kalter Krieg, Mauerfall und die vietnamesische Migrationsgeschichte, in: Lierke; Perinelli (Hrsg.): Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive. Berlin 2020.
 
Podcast: Das Sonnenblumenhaus, Hörspiel von Dan Thy Nguyen über die Sicht der Überlebenden des rassistische Pogroms in Rostock-Lichtenhagen.

Manypod#13: 10 Jahre Selbstenttarnung NSU – Kein Schlussstrich!

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In dieser Folge geht es um den 10. Jahrestag der sogenannten Selbstenttarnung der neonazistischen Terrorgruppe NSU am 4. November 2011. Obwohl das Gerichtsverfahren abgeschlossen und zahlreiche Untersuchungsausschüsse ihre Arbeit getan haben, sagen die Angehörigen der Opfer und viele solidarische Initiativen, dass der NSU bis heute nicht aufgeklärt wurde und es keine Gerechtigkeit gab. ManyPod hat die vielen Stimmen rund um die Selbstenttarnung versammelt, spricht über die Verstricktung der Behörden, die systematische Opfer-Täter-Umkehr, das gesellschaftliche Schweigen zum strukturellen Rassismus und lässt die Familienangehörigen zu Wort kommen.

Linkliste mit weiterführenden Informationen:

Websites:

Publikationen:

  • Anklageschrift des Tribunal «NSU-Komplex auflösen»
  • Dostluk Sineması: Von Mauerfall bis Nagelbombe. Von Mauerfall bis Nagelbombe – Der NSU-Anschlag auf die Kölner Keupstraße im Kontext der Pogrome und Anschläge der neunziger Jahre. 2014.
  • Markus Mohr; Daniel Roth: Stärkere Strahlkraft. Wahrheit und Lüge in den polizeilichen Ermittlungen im NSU-Komplex 2000-2011. 2021.
  • Semiya Şimşek: Schmerzliche Heimat. Deutschland und der Mord an meinem Vater. 2013.

Alle Beiträge der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum NSU finden Sie auch in unserem Dossier NSU-Komplex

ManyPod #12: Der Kampf der Frauen in deutschen Flüchtlingslagern

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Trotz aller Skandale und Proteste der letzten Jahre ist die Situation in deutschen Flüchtlingslagern nach wie vor geprägt von Rassismus, Schikanen, unhaltbaren Lebensbedingungen und krankmachender Hygiene sowie der ständigen Angst vor nächtlichen Abschiebungen - vor allem für Frauen. Mit der Corona-Pandemie hat sich diese unmenschliche Situation noch einmal extrem verschärft. Elizabeth Ngari kämpft seit fast 20 Jahren mit der Gruppe Women in Exile gegen das Lagersystem. Im Gespräch mit ManyPod berichtet sie über die aktuelle Situation und den Widerstand von Flüchtlingsfrauen in den Lagern gegen ihre Entrechtung unter den Bedingungen von Corona.

Diese Podcast-Folge ist auf englisch.

Elizabeth Ngari stammt aus Nyeri in Kenia. Sie floh 1996 aus dem Land und lebte sieben Jahre lang in einem Flüchtlingslager in Brandenburg. Gemeinsam mit anderen weiblichen Flüchtlingen gründete sie schließlich 2002 die Gruppe Women in Exile, um auf die oft besonders prekäre Situation von Flüchtlingsfrauen aufmerksam zu machen und für ihre Rechte zu kämpfen.

Manypod #11: Die Migrant*innenquote

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Viele migrantische Organisationen fordern schon lange mehr Diversität im öffentlichen Dienst. Im Berliner Senat kommt nun von der Linken ein Vorschlag für die Erneuerung des Partizipationsgesetzes, in dem es ursprünglich auch um die Frage einer verbindlichen Quotierung von Menschen mit Migrationsbiografien ging. Ob eine solche Quote neben Chancengleichheit auch zu einem Abbau von strukturellem Rassismus führen kann, diskutiert der ManyPod mit Elke Breitenbach, Elif Eralp und Gün Tank und vielen O-Tönen von BPoC-Aktivist*innen.

Elke Breitenbach ist Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, zuständig für migrationspolitische Themen im R2G-Senat und damit auch für die Novelle des Partizipationsgesetzes.

Elif Eralp ist Juristin, arbeitet im Bundestag im Bereich der Bürgerrechte und hat sich maßgeblich für eine gesetzlich verankerte Quote für Menschen mit Migrationsbiografie eingesetzt.

Gün Tank war bis 2019 Geschäftsleiterin der Neuen Deutschen Organisationen, ist langjähriges Mitglied des Vorstands der Rosa-Luxemburg-Stiftung und arbeitet heute als Beauftragte für Menschen mit Behinderung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Zuvor war sie dort neun Jahre lang Integrationsbeauftragte.

ManyPod #10: Jüdische Perspektiven auf rechten Terror und solidarische Allianzen

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In der postmigrantischen Erinnerungsarbeit erscheint die jüdische Position immer wieder als Leerstelle, sei es in der Arbeit zum NSU-Komplex oder der Begehung des 8. Mai als „Tag des Zorns“. Mit Naomi Henkel-Gümbel, einer angehenden Rabbinerin und Überlebenden des Anschlags auf die Synagoge in Halle 2019, und mit Hannah Peaceman, Mitherausgeberin der Zeitschrift Jalta, sprechen wir über neue multidirektionale Selbstverständlichkeiten in der solidarischen Arbeit nach den Anschlägen von Hanau und Halle. 

Naomi Henkel-Gümbel ist Rabbinatsstudentin und eine zentrale Stimme in der Nebenklage und der politischen Aufarbeitung des terroristischen Anschlags von Halle an Jom Kippur 2019. Sie ist Mitinitiatorin des Festival of Resilience »Solidarisch gegen Antisemitismus und rechten Terror«.

Hannah Peaceman ist Mitherausgeberin der Zeitschrift „Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart“ und arbeitet akademisch und aktivistisch zu postmigrantischer Erinnerungkultur, zum Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus und zu jüdischer Selbstermächtigung. 

ManyPod #9: Multidirektionales Erinnern gegen Rassismus und Antisemitismus

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Zu Gast in dieser Folge ist der Holocaust-Erinnerungsforscher Michael Rothberg. Gemeinsam mit Sina Arnold als Co-Host sprechen wir mit ihm über das Potenzial multidirektionalen Erinnerns für solidarische Praktiken. Wie können lebendige Zeugnisse aus mehreren Jahrzehnten nicht nur von Exklusion und Verfolgung, sondern auch von den kollektiven Kämpfen um Anerkennung und Lebensweisen dem Vergessenmachen entrissen und neue gemeinsame Sprechorte geschaffen werden? Und was bedeutet die Erinnerung an den Holocaust in einer postmigrantischen Gesellschaft?

Michael Rothberg ist Professor für englische und vergleichende Literaturwissenschaft und Inhaber des Samuel Goetz Lehrstuhls für Holocaust Studies an der University of California Los Angeles. Sein Buch „Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung“ ist dieser Tage auf Deutsch erschienen.

Sina Arnold ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin sowie am Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Sie arbeitet u.a. zu aktuellem Antisemitismus in Deutschland und den USA und zu Erinnerungspolitik in der postmigrantischen Gesellschaft.

ManyPod #8: Aufstand der Trauer

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Zu Gast in der achten Folge von ManyPod sind die aktivistischen Kulturschaffenden Miriam Schickler und Ulf Aminde. Mit ihnen spricht Massimo über historische und aktuelle Formen des Erinnerns von Betroffenen von rassistischer und antisemitischer Gewalt und darüber, dass Aufforderungen wie #saytheirnames der Initiative 19. Februar Hanau, «Reclaim & Remember» von Ibrahim Arslan, «Umbenennung der Holländischen Straße in Halitstraße» der Familie Yozgat in Kassel oder die Parole «Keupstraße ist überall» nicht nur die Opfer dem Vergessen entreißen, sondern für eine andere Gesellschaft kämpfen, in der solche Taten nicht mehr möglich sind.

ManyPod #7: Linke Perspektiven auf Antisemitismus

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Der ManyPod geht ins Gespräch mit Anne Goldenbogen und Sarah Kleinmann, den Autorinnen der neuen Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung, über ihre Erkenntnisse zur aktuellen Situation des Antisemitismus in der deutschen und europäischen Gesellschaft. Mit dabei ist Florian Weis, langjähriger Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der über Strategien aber auch Leerstellen der Stiftung im Kampf gegen Antisemitismus spricht.

Anne Goldenbogen ist Projektleiterin für politische Bildung gegen Antisemitismus bei der KIGA und im Verein Bildung im Widerspruch tätig.

Sarah Kleinmann ist Wissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Nationalsozialismus, Antisemitismus und Antiziganismus und Mitarbeiterin in der Kommission zu Antiziganismus am Deutschen Institut für Menschenrechte.

Florian Weis ist langjähriger Mitarbeiter und ehemaliger Geschäftsführer der Rosa-Luxemburg-Stiftung und koordiniert dort den Arbeitskreis Antisemitismus.

Manypod #6: Asmaras World e.V.

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Im ManyPod #6 sprechen wir mit einer Mitbegründerin von Asmaras World e.V. Der Verein ist eine Anlaufstelle von und für Geflüchtete, berät sowie unterstützt in jeglichen Fragen und Herausforderungen seit 2015.

Manypod #5: Alle heißt Alle!

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Im ManyPod #5 sprechen Vincent Bababoutilabo und Massimo Perinelli mit Till Küster von medico international und Miriam Younes aus dem Regionalbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Beirut über Migration, Revolution und Koloniale Politik im Libanon im Moment der Katastrophe.

ManyPod #4: Black Lives Matter!

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In der vierten Folge des Manypod sprechen Vincent Bababoutilabo und Massimo Perinelli – auf englisch und deutsch – über Black Lives Matter, Kapitalismus und die internationale Rebellion gegen Rassismus von Minneapolis bis Hanau. Ihr Gast ist die US-Amerikanerin Hilary Moore, Aktivistin bei Showing Up for Racial Justice und Buchautorin von «No Fascist USA!». Mit ihr sprechen sie über die Notwendigkeit zur Abschaffung der Polizei. Außerdem diskutieren sie mit Bafta Sarbo von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland über Klassenverhältnisse und den Stand der hiesigen antirassistischen Bewegung.

ManyPod #3: Spargel und Rassismus

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Die Grenzen sind dicht, aber es werden 80.000 Erntehelfer*innen aus Osteuropa eingeflogen, damit die Lebensmittelregale voll und die Preise niedrig bleiben. Alle regen sich auf - aber worüber eigentlich? Dass die Grenzen doch nicht geschlossen sind? Oder dass migrantische Arbeit ausgebeutet wird und die Schutzmaßnahmen gegen Corona für migrantische Erntehelfer:innen ebensowenig gelten, wie für Geflüchtete in den Lagern? Wir sprechen mit den beiden österreichischen Aktivistinnen Katalin Erdodi und Flavia Matei über Klassenkampf auf den Feldern und in der Pflege und mit Benjamin Luig über Ernährungssouveräntität und Rassismus.

ManyPod #2: Rassismus und Corona II

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In der zweiten Folge von ManyPod sprechen Vincent Bababoutilabo und Massimo Perinelli mit Newroz Duman und Seda Ardal über ihre Arbeit mit den Betroffenen des rassistischen Anschlags vom 19. Februar in Hanau. In der zweiten Hälfte folgt ein Gespräch mit Berena Yogarajah (Köln) und G (Barcelona) über autoritäre Zivilcourage von unten und neuen Arten des Politischen in Zeiten von Corona.

ManyPod #1: Rassismus und Corona - Zur Verteidigung der offenen Gesellschaft

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Vincent Bababoutilabo und Massimo Perinelli präsentieren ManyPod, den Podcast für die Gesellschaft der Vielen.

In der ersten Folge werfen sie einen antirassistischen Blick auf die aktuelle Pandemie. Sie diskutieren darüber was die Corona-Krise mit Rassismus und der humanitären Katastrophe an den europäischen Außengrenzen zu tun hat und holen sich Rat bei italienischen Genoss*innen.