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Nachricht , : „Grauzonen staatlicher Gewalt“

Alke Jenss: Staatlich produzierte Unsicherheit in Kolumbien und Mexiko – Geförderte Dissertationen

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„Grauzonen staatlicher Gewalt“

Paramilitärs, Kriminalität, Verschwundene – der „Krieg gegen die Drogen“ hat in wirtschaftlichen Boomzonen Kolumbiens und Mexikos Gewaltverhältnisse auf Dauer gestellt: Illegale und legale Ökonomie sind kaum mehr zu trennen.

Alke Jenss bietet einen differenzierten Blick auf die Rolle des Staates: Bekämpft er die, die er zu bekämpfen vorgibt? Stellt der Staat tatsächlich Ordnung her oder produziert er vielmehr selbst Unsicherheit für Teile der Gesellschaft? Die Studie analysiert erstmals staatstheoretisch und vergleichend Gewaltdynamiken in beiden Ländern. Sie hinterfragt kritisch, welche gesellschaftlichen Kräfte die Stärkung des Militärs in ihrem eigenen Sinne vorantreiben und wer von Gewaltpraktiken betroffen ist.

Die Arbeit wurde von der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Lateinamerikaforschung ADLAF mit ihrem Dissertationspreis ausgezeichnet.

Bestelllink: http://www.transcript-verlag.de

Zur Autorin:

Alke Jenss ist seit Oktober 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc) an der Universität Bielefeld und lehrt an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin. Sie arbeitet zu Transformationen des Staates und sozialer Ungleichheit und zum Zusammenhang zwischen Austeritäts- und Sicherheitspolitik.

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