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Nachricht , : Die Feindschaft zweier Dissidenten (Janka/Harich)

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gratulierte Walter Janka vorfristig zum 100.

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Mehr als 30 Jahre nach dem Schauprozess gegen den Leiter und den Cheflektor des Aufbau-Verlags entbrannte 1989 ein erbitterter Streit zwischen Wolfgang Harich und Walter Janka - Gegenstand eines Kolloquiums am Wochenende.

Man musste nicht lange warten, es war schon Ritual in jener Umbruchszeit 1989/90: Wenn Walter Janka eine öffentliche Äußerung tat, meldete sich Wolfgang Harich telefonisch oder erschien leibhaftig in der nd-Redaktion, beharrend auf die Einräumung eines öffentlichen Widerspruchs. Auf Zeitgenossen wirkte der unversöhnlich aufgebrandete Streit der Beiden befremdlich, irritierend, ja peinlich. Warum bekriegen sich die einstigen Gesinnungsgefährten und Leidgenossen derart heftig, gar bis vor die Schranken des Gerichts? Auf die Gefahr hin, sich selbst zu beschädigen.

Gemeinsam hatten der Lektor und der Leiter des Aufbau-Verlages dem Berliner Editionshaus zu internationalem Renommee verholfen. Als Ulbricht nach den Ereignissen in Ungarn beschloss, das mit dem XX. Parteitag der KPdSU auch in der DDR angebrochene Tauwetter durch eine neue Eiszeit zu beenden und alle Reformdebatten abzuwürgen, wurde erst Harich, dann Janka verhaftet. Im Frühjahr 1957 kam es zu den berüchtigten Tribunalen wegen „konterrevolutionärer Plattformbildung“, in dem die die Ankläger bereits die Angeln für die drei Dezennien später offen ausbrechenden gegenseitigen Verdächtigungen ausgelegt haben.

Der von Karlen Vesper verfasste Artikel im ND vom 21. Januar 2014 kann über den folgenden Link aufgerufen werden.

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