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Publikation : Erwin Lewin: Antifaschistischer Widerstand in Albanien (1942-1943/44). Neue Quellen zu Akteuren und Zielen.

Diskurs Heft 24. Streitschriften zu Geschichte und Politik des Sozialismus.

Wichtige Fakten

Erschienen
Januar 2007
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Details

Aus der Einleitung:

»Wie die meisten Nationen gründen die Albaner ihr Selbstbild vor allem auf die Geschichte. Ein besonderer Platz kommt diesbezüglich dem 15. Jahrhundert zu, als ihr Nationalheld Skanderbeg an der Spitze einer „Liga der albanischen Fürsten„ erfolgreich den Kampf gegen die “unbesiegbaren“ osmanischen Heerscharen führte und einen nicht unerheblichen Beitrag gegen das Vordringen der Osmanen nach Mitteleuropa leisten konnte. In neuerer Zeit war es der erfolgreiche antifaschistische nationale Befreiungskampf der kommunistisch geführten Partisanen und Freischärler sowie anderer nationaler Patrioten gegen die italienische und deutsche Besetzung des Landes während des Zweiten Weltkrieges, von dem eine nachhaltige identitätsstiftende Wirkung ausging. Hatte sich doch Albanien - neben Jugoslawien das einzige Balkanland - aus eigener Kraft befreit. Ein unvoreingenommener Blick auf diesen bewegten Abschnitt albanischer Geschichte verdeutlicht indessen, dass der Volkswiderstand gegen die faschistische Okkupation schmerzhaft und widersprüchlich war. (S. 5) ... Mein Anteil bei der Aufbereitung zeitgeschichtlicher Dokumente soll reflektieren, wie sich das Verhältnis zwischen den verschiedenen Widerstandskräften gestaltete und wo Gemeinsamkeiten und Brüche im Wirken des kommunistisch geführten FNÇ und der bürgerlich-nationalen Organisationen gegeben waren. Das sind Zeugnissee, die Zielvorstellungen und deren Begründungen sowie Anliegen und Wirken der Akteure aus ihrer eigenen Perspektive erhellen und zuverlässige Aussagen über die Zeitumstände erlauben. Anhand verschiedener Stellungnahmen zu Aufgaben und Entwicklung des Widerstandes soll versucht werden, zu einem differenzierten Bild und einer ausgewogeneren Bewertung beizutragen. Unterschiedliche Positionen werden - so weit die Quellenlage eine authentische historische Zeugenschaft ermöglicht - gleichberechtigt dargestellt, damit Interessierte sich auf dieser Grundlage ein Urteil bilden können. Um die Dynamik der Entwicklung besser zu erfassen, wurde bei der Anordnung der Dokumente der chronologische Ansatz gewählt. Im gleichen Sinne wurde auch die Möglichkeit genutzt, das Geschehen durch unmittelbare Wahrnehmungen von Beteiligten zu rekonstruieren. (S. 50) ...«
 

Inhalt:

  • Einleitung (S. 5-52)
  • Dokumente (S. 53-183)
  • Anhang:
    • Bibliographie. (S. 185-189)
    • Personenregister. (S. 190-194)
  • Über den Autor. S. 195.


Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V., Leipzig, 2007. 195 S.

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