Publikation Ungleichheit / Soziale Kämpfe - Wirtschafts- / Sozialpolitik Ostdeutsche Wirtschaft 20 Jahre nach der Wende.

Diskurs Heft 32. Streitschriften zu Geschichte und Politik des Sozialismus. Autor*innen: Gerhard Heske, Karl Mai, Edgar Most, Andreas Willnow, Udo Ludwig, Wolfgang Kühn, Ulrich Busch, Joachim Tesch

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Erschienen

Januar 2009

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Was ist »Erblast« der DDR und was ist Ergebnis bundesdeutscher Wirtschaftspolitik.

Herausgegeben von Dieter Janke und Joachim Tesch.

Enthält:

  • Vorwort: (S. 5f)
  • Gerhard Heske: Zur Leistungsentwicklung der DDR bis 1989 im Spiegel der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. (S. 7-43)
  • Karl Mai: Zu den äußeren Hemmfaktoren der DDR-Wirtschaft in den 70er und 80er Jahren. (S. 44-88)
  • Edgar Most: Umgestaltung des Banken- und Währungssystems 1990/91 (S. 89-98)
  • Andreas Willnow: Die ostdeutsche Wirtschaft nach der Vereinigung - Zu den Schwächen der Transformationspolitik im Hinblick auf eine selbsttragende wirtschaftliche Entwicklung. (S. 99- 121)
  • Udo Ludwig: Schein der Ost-West-Konvergenz versus Realität des wirtschaftlichen Wachstums Ostdeutschlands. (S. 122-129)
  • Wolfgang Kühn: Ostdeutschlands Regionen - Entscheidung zwischen Technologiezentren oder Mezzogiorno. (S. 130-151)
  • Ulrich Busch: Konsequenzen aus der demografischen Schrumpfung für die Wirtschaftsentwicklung Ostdeutschlands. (S. 152-173)
  • Joachim Tesch: Zum Zurückbleiben der Arbeitsproduktivität im ostdeutschen Baugewerbe vor und nach 1990. (S. 174-188)
  • Abkürzungen. (S. 189)
  • Autorenverzeichnis. (S. 190f.)


Vorwort
»Der Rückstand der Wirtschaft im Osten Deutschlands gegenüber dem Westen wurde in den vergangenen Jahren kaum geringer; vielmehr scheint sich auf vielen Gebieten die Schere zwischen Ost und West wieder zu öffnen statt zu schließen. Deshalb erweist sich die Frage nach den Ursachen ihres Rückstandes im 20. Jahr nach den Ereignissen von 1989 immer noch als hoch aktuell. Die Antworten auf die Frage ›Was ist Erblast der DDR, was ist Ergebnis bundesdeutscher Wirtschafts- und Vereinigungspolitik?‹ sind dabei je nach politischem Standort ganz unterschiedlich gewichtet. Auf der einen Seite analysiert ein Teil der Linken in der Diskussion über den ›Sozialismus des 21. Jahrhunderts‹ (Heinz Dieterich) völlig ungenügend die Erfahrungen der DDR (wie der staatssozialistischen Länder mit ihrem administrativ-zentralistischen Wirtschaftssystem überhaupt). Auf der anderen Seite wird eine Anlehnung an den ›langen Schatten des Stalinismus‹ (Christoph Jünke) vor allem der ›lange Schatten des Sozialismus‹ (Ulrich Blume) beschworen, ohne die Auswirkungen vieler Entscheidungen der Vereinigungspolitik hinreichend zu hinterfragen. Deshalb hatte die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen im April d. J. erneut zu einer Veranstaltung über die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands geladen, nachdem schon im Jahre 2005 ein Workshop der aktuellen Situation gewidmet worden war (›Ostdeutschland - alternative Entwicklungsmöglichkeiten oder Mezzogiorne?‹). Diesmal konnte der Bogen der Betrachtung weiter gespannt werden: Dank neuer analytischer Daten wurde insbesondere deutlich, wie entscheidend sowohl die Weichenstellungen in den ersten Jahren unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges als auch die äußeren Bedingungen der DDR ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung beeinflussten. Profunde Sachkenner und Zeitzeugen belegten den 1989 erreichten Stand und schilderten anschaulich, welche politischen Auseinandersetzungen es um den Weg der Transformation in die bundesrepublikanische kapitalistische Marktwirtschaft und mögliche Alternativen gab. Und schließlich wurde sachlich und doch zugleich besorgt skizziert, welche Szenarien längerfristig für die wirtschaftliche Entwicklung im Osten Deutschlands realistisch erscheinen. Die vorliegende Broschüre vereint die Beiträge des Kolloquiums, die hiermit der Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser empfohlen werden.«

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V., Leipzig, 2009, 191 S.

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