Publikation Deutsche / Europäische Geschichte - Erinnerungspolitik / Antifaschismus - Parteien- / Bewegungsgeschichte - Geschichte RosaLux 1/2009

Schwerpunkt zum Geschichtsjahr 2009: »Schwierige Wege in die Demokratie«; 1919: »Eine andere Welt war möglich« - 1939: »Vor siebzig Jahren: Der Überfall auf Polen« - 1949: »Uneingelöste Verfassungsversprechen« - 1989: »Im Mittelpunkt steht der Mensch« Beiträge von Friedrich Schorlemmer, Norman Paech, Klaus Kinner u. a.

Information

Reihe

Journal «RosaLux»

Autor

Peter Ostholt,

Erschienen

Mai 2009

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In diesem Heft stellen wir das »Geschichtsjahr 2009« in den Mittelpunkt. Dominierte in der geschichtspolitischen Arbeit des letzten Jahres das Thema »1968 und die Folgen«, so schlägt die Stiftung in diesem Jahr einen Bogen entlang der zentralen Jahrestage, von 1918/19 über 1939 und 1949 bis 1989/90.

»Zu viel Geschichte« könnte man kritisieren, vor allem angesichts der aktuellen Probleme unserer Gesellschaft. Wir teilen diese Meinung jedoch nicht. Geschichte prägt Deutungen der Gegenwart in erheblichem Maße, ist in den Feuilletons und im Fernsehen in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Die Aneignung unterschiedlicher linker Traditionslinien hat eine große Bedeutung für die differenzierte, durchaus auch kritische Selbstfindung einer pluralen Linken und gerade der jungen Partei DIE LINKE. In
diesem Heft geht der Historiker Klaus Kinner (RLS Sachsen) diesen linken Traditionslinien in Bezug auf die Novemberrevolution von 1918/19 nach.

Ein anderer zentraler Bezugspunkt für die Linke in Deutschland ist die friedliche Revolution oder »Wende« von 1989. Aus dem Scheitern der SED-Herrschaft wurde die Einsicht gewonnen, dass Gleichheit und Freiheit, Sozialismus und Demokratie voneinander nicht zu trennende Werte und Ziele sind. Zwei Artikel in diesem Heft stehen exemplarisch für diesen Gedanken: Der Theologe und Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmers kritisiert die »halbierten Menschenrechte« im Realsozialismus. Der Artikel ist eine Kurzfassung der
Rede, die er zur Eröffnung unseres Brüsseler Büros im Dezember 2008 hielt. Norman Paech, Staatsrechtler und Bundestagsabgeordneter der LINKEN, beschäftigt sich mit den uneingelösten Versprechungen und Grenzen des Grundgesetzes. Er zeigt die andere Seite der halbierten Rechte: Der Verzicht auf die Durchsetzung sozialer Rechte zugunsten der Freiheit des Wirtschaftens. (...)

(aus dem Editorial)

Inhalt:

Editorial

Ausblick

Die Konfiguration Europas

»Politik und Wirtschaft kann man nicht trennen« – zur Aktualität eines Gemeinplatzes

Das Prekariat zwischen Krise und Bewegung

Israel nach den Wahlen – eine Bilanz nach den ersten 100 Tagen

»Schloss – Palast der Republik – Humboldtforum«

Rückblick

An der Kreuzung der Krisen

Wo liegt Europa?

Stiftung

Interview mit Florian Weis: »Es geht nicht darum, den Kapitalismus zu retten«

Thema: Geschichtsjahr 2009

Klaus Kinner: Eine andere Welt war möglich!

Bagger im Nationaltheater

Vor siebzig Jahren: Mit dem Überfall auf Polen beginnt der 2. Weltkrieg

Norman Paech: 60 Jahre Grundgesetz

Friedrich Schorlemmer: Im Mittelpunkt steht der Mensch

»Sozialismus in den Farben der DDR«

Veranstaltungen zum Geschichtsjahr 2009

Internationales

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Stiftungsverbund

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