Publikation Geschichte - Rosa Luxemburg Die Welt ist so schön bei allem Graus.

Rosa Luxemburg im internationalen Diskurs. 2. unveränderte Auflage 2007

Information

Erschienen

Januar 1998

Rosa-Luxemburg-Forschungsberichte. Heft 5

Leipzig 1998. 109 S.

Kostenbeitrag: 6,00 €, Mitglieder 4,00 €

Inhalt:
Einleitung. S. 7-10. - Rosa Luxemburg in Warschau und Zamość. S. 11-26. - Mit Rosa Luxemburg in Reggio Emilia. S. 27-46. - Rosa Luxemburg in Paris. S. 47-58. - Mit Rosa Luxemburg in Tokio. S. 59-74. - Rosa-Luxemburg-Symposium in Beijing (Peking). S. 75-84. - Rosa-Luxemburg-Treffen in Chikago. S. 85-94. - Literaturhinweise. S. 95-100. Zeittafel. S. 101-109. - Weitere Veröffentlichungen.

Aus der Einleitung:
» ›Rosa Luxemburg verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Warschau und die Studentenzeit in Zürich. Genf und Paris. Sie lebte über zwanzig Jahren in Deutschland, die längste Zeit in Berlin. Ihre Wege führten nach Amsterdam, Basel, Brüssel, Kopenhagen, London; wiederholt war sie in Paris und Zürich; sie hielt sich illegal in Warschau, Petersburg und Kuokkala auf. Sie erholte sich in der Schweiz und in Italien. Sie interessierten Lebensräume von Eingeborenen in Afrika, und sie träumte von Reisen in den Kaukasus, Buchara und Samarkand. Über Ägypten und Indien, über den Vorderen Orient, Regionen in Amerika, Asien und Australien schieb sie in ihren Büchern und Artikeln, als wäre sie dort gewesen. Rosa Luxemburg fühlte sich in der ganzen Welt zu Hause, und sie wollte die Welt verändern‹. Mit dieser Schilderung beginnt meine Rosa-Luxemburg-Biographie ›Im Lebensrausch, trotz alledem‹, die im Aufbau-Verlag erschienen ist.
Die folgenden Ausführungen sollen keine gekürzte Version dieser umfangreichen Darstellung sein. Sie sind auch nicht als eine chronologische Lebensbeschreibung gedacht. Interessante Begebenheiten und Beziehungen aus dem privaten und politischen Leben [...] werden vielmehr punktuell geschildert. Über wesentliche und umstrittene Auffassungen wird problembezogen informiert. mit den in den Überschriften genannten Städten [...] verknüpfen sich Ereignisse und Erfahrungen von internationalen Rosa-Luxemburg-Tagungen, an denen ich teilgenommen habe. Die Verbindung ausgewählter Themen aus dem Leben und Werk Rosa Luxemburgs mit einer erstmalig zusammengefaßten Sicht auf internationale Begegnungen von Luxemburgforschern und -interessenten aus Europa, Asien, Afrika und Amerika, die in den Jahren zwischen 1973 und 1998 stattgefunden haben, ist das Originelle dieser Publikation. Anders als biographisch sonst üblich soll die unverminderte Aktualität der kritischen Marxistin und engagierten Sozialistin verdeutlicht, soll auf diese außergewöhnliche Frau neugierig gemacht werden.
Das Leben Rosa Luxemburgs war aufreibend und konfliktreich. Sie kämpfte für einen Sozialismus, der vom Volk mitgestaltet wird, auf uneingeschränkter Freiheit und Demokratie basiert, soziale Gerechtigkeit gewährt und dauerhaften Frieden garantiert. [...}
Die Individualität und der Gedankenreichtum Rosa Luxemburgs, jedoch auch die in ihren Schriften enthaltenen Widersprüche brachten schon zu ihren Lebzeiten Widersacher gegen sie auf. Während des ganzen 20. Jahrhunderts führten sie wiederholt zu heftigen Meinungsstreit. Über die besondere Ausstrahlung und die erstaunliche Langzeitwirkung der feinsinnigen Frau und klugen Politikerin, über die in ihrem Ideengut anzutreffenden Gegensätze zwischen Ideal und Wirklichkeit standen und stehen bis zum heutigen Tag unterschiedliche Ansichten neben- und gegeneinander.
Nach ihrem 100. Geburtstag, aus dessen Anlaß eine Vielzahl von Veröffentlichungen herausgegeben worden war, entwickelte sich in der Auseinandersetzung mit Rosa Luxemburg etwas Neues. In Abständen von ein paar Jahren fanden internationale Rosa-Luxemburg-Tagungen statt. Seit 1980 gibt es eine Internationale Rosa-Luxemburg-Gesellschaft. [...]«