Publikation Wechselseitige Wahrnehmung

Heiner Müller und Christa Wolf in der deutschen Kritik – in Ost und West Autor*in: Walfried Hartinger

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Erschienen

Januar 2008

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Walfried Hartinger (1938–2003) hat sich in den Jahren seiner Tätigkeit an der Karl-Marx-Universität Leipzig (1961–1994) zu einem international bekannten und geachteten Spezialisten für die Literatur in der DDR entwickelt. In seiner Promotion zum lyrischen Zyklus (1969), die u. a. das Werk Georg Maurers und Franz Fühmanns unter diesem Aspekt untersuchte, und in seiner Habilitation über Forschungsmethoden zur Gegenwartsliteratur (1983) erarbeitete er die Grundlagen für seine Hauptgebiete Theorie und Geschichte der Lyrik, Literaturkritik und Methodologie. Sprichwörtlich war sein enger Kontakt zu vielen Autorinnen und Autoren. Viele Vorträge und seine Veröffentlichungen machten ihn in Europa bekannt.
Einen Höhepunkt seines Wirkens stellte eine Poetik-Vorlesungsreihe mit herausragenden DDR-Schriftstellerinnen und Schriftstellern dar, die er im Herbstsemester 1989 an der Leipziger Universität durchführte und durch kundige Würdigungen der Lesenden einleitete. Die Veranstaltungen fanden weit über den Kreis der Fachstudenten hinaus ein großes Echo in Universität und Stadt.

Inhalt

  • Vorwort (S. 11)
  • Teil I: Heiner Müller
    • Vorbemerkung (S. 13)
    • Kapitel 1:
      • Getrennte Rezeption von Heiner-Müller-Texten in Ost und West bis Anfang der siebziger Jahre. Heiner Müllers Texte im Zusammenhang der DDR-Literatur und der DDR-Kultur-politik (S. 15)
      • Beginn der Rezeption Heiner Müllers im Westen (S. 37)
    • Kapitel 2:
      • Erste diskursive Verkopplungen und Parallelitäten in der Ost-West-Rezeption. Macbeth- Debatte in Ost und West (S. 49)
      • Die Uraufführung von Macbeth in Brandenburg 1972 (S. 49)
      • Die Macbeth-Inszinierung in Basel S. 53)
      • Die Harich - Debatte 1973 (S. 63)
      • Reaktion der Westkritik auf die Harich - Debatte (S. 63)
      • Die Etablierung Heiner Müllers in der literarischen Öffentlichkeit in Ost und West. Beginn der Institutionalisierung in der DDR. Die Inszenierung des Stücks Zement (S. 66)
      • Beginn der Institutionalisierung in der Bundesrepublik Deutschland. Die westdeutsche Gesamtausgabe (S. 67)
      • Intersystemische Elemente der Institutionalisierung (S. 75)
    • Kapitel 3:
      • Literar-ästhetische Divergenzen und institutionelle Vernetzungen in der Ost-West-Rezeption (S. 81)
      • Das "Grenzgängertum" im Selbstverständnis des Autors (S. 82)
      • Das "Grenzgängertum" im Bewusstsein der Kritik (S. 84)
    • Kapitel 4:
      • Institutionalisierungsereignisse im Westen (S. 100)
    • Kapitel 5:
      • Etablierung eines restringierten Müller-Kanons in der DDR (S. 107)
    • Kapitel 6:
      • Institutionalisierungsereignisse in der DDR und in der BRD (S. 113)
    • Kapitel 7:
      • Gleichzeitiger Höhepunkt der Institutionalisierung Müllers in beiden literarischen Systemen (und zugleich Ausdruck der Stabilität literar-ästhetischer und ideeller Divergenzen). Müllers Lohndrücker-Inszenierung in Ostberlin (S. 117)
    • Kapitel 8:
      • In-Frage-Stellung der Institutionalisierung: Auseinandersetzungen mit Heiner Müller nach der Wende (S. 122)
    • Kapitel 9:
      • Heiner Müller im Verständnis der Kritik als »erster gesamtdeutscher Dichter«: Reflexionen aus Anlaß seines Todes (S. 131)
    • Kapitel 10:
      • Die Etablierung Heiner Müllers als ostdeutscher Dichter? Kommentare zum 70. Geburtstag (S. 141)
  • Teil II: Christa Wolf
    • Kapitel 1:
      • Christa Wolfs Werk im Kontext der Kulturpolitik (S. 147)
      • Christa Wolfs Literaturkritiken und die Vorgaben der Kuturpolitk (S. 149)
      • Christa Wolf im Widerspruch zu kulturpolitischenPrämissen (S. 152)
      • Christa Wolf auf der Suche nach Ganzheit (S. 163)
      • Christa Wolfs Texte zwischn "Einheits" - Kritik, Ganzheitswunsch und globalen Ansprüchen (S. 167)
    • Kapitel 2:
      • Zur Forschungslage (S. 170)
    • Kapitel 3:
      • Christa Wolf: Der geteilte Himmel in Ost- und Westkritik (S. 176)
    • Kapitel 4:
      • Nachdenken über Christa T. in der Ost- und Westkritik (S. 192)
      • Zur Entstehungs- und Publikationsgeschichte (S. 192)
      • Das Buch in der Ost- Kritik (S. 202)
      • Die (trendbestimmende) Westkritik zum Buch (S. 205)
    • Kapitel 5:
      • Christa Wolfs Kindj´heitsmuster in der Ost- und Westkritik (S. 211)
    • Kapitel 6:
      • Christa Wolfs Kein Ort, Nirgends in der Ost- und Westkritik (S. 229)
    • Kapitel 7:
      • Christa Wolfs Kassandra in der Ost- und Westkritik (S. 238)
    • Kapitel 8:
      • Preisverleihungen an Christa Wolf im Spiegel der Ost- West- Wahrnehmung (S. 251)
    • Kapitel 9:
      • Christa Wolfs Erzählung "Was bleib"t und der deutsch- deutsche Literaturstreit (S. 261)
    • Kapitel 10:
      • Christa Wolfs Texte "auf dem Weg nach Tabou und Medea" und die -politischen Grabenkämpfe im vereint- entzweiten Deutschland- (S. 275)
    • Kapitel 11:
      • Reaktion auf den 70. Geburtstag Christa Wolfs im Jahre 1999 (S. 283)
  • Anhang (S. 287)

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