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Publikation : Beiträge zur Geschichte des Warschauer Ghettos.

Texte zur politischen Bildung Heft 11. Autor*innen: Eva Seeber und Marian Feldman

Wichtige Fakten

Erschienen
April 1994

Details

Die Überzeugung von der Notwendigkeit des aktiven Widerstandes bahnte sich nicht ohne Schwierigkeiten den Weg in das Bewußtsein der Bewohner des Ghettos.Viele objektive und subjektive Ursachen trafen hier zusammen, historisch geformt durch die Zeit der Diaspora des jüdischen Volkes. Eine objektive Ursache war das Fehlen militärischer Gruppen und der Mangel an Vorbereitung zu bewaffneten Aktionen. Eine objektive Ursache war ebenso der Mangel an Waffen selbst wie auch das Fehlen eines gesellschaftlichen Hinterlandes außerhalb des Ghettos. Dem Willen zum Kampf war der Zustand der äußersten physischen und psychischen Erschöpfung der jüdischen Bevölkerung abträglich. Es genügt, daran zu erinnern, daß die kartenmäßige Zuteilung von Lebensmitteln auf einen Bewohner des Ghettos 184 Kalorien täglich betrug. Totaler Terror, Gefängnisse, Hinrichtungen, Massenmorde, Zwangsarbeiten, das Mit-den-Füßen-treten der grundlegendsten Menschenrechte, die Verachtung des Menschen, das Malträtieren und Erniedrigen seiner Würde, Hunger, Typhus und andere Krankheiten – dies war der Alltag im Ghetto.

Inhalt

  • Marian Feldman: Der Aufstand im Warschauer Ghetto (S. 5)
  • Eva Seeber: Das Ghetto von Warschau Von der Ausgrenzung zum Völkermord (S. 17)
  • Ausgewählte Veröffentlichungen über das Warschauer Ghetto (S. 59)
  • Zu den Autoren dieses Heftes (S. 63)
  • Weitere Veröffentlichungen des Rosa-Luxemburg-Vereins e.V (S. 65)

Rosa-Luxemburg-Verein e.V., Leipzig 1994. 69 S.

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