Publikation Ungleichheit / Soziale Kämpfe - Gesellschaftstheorie Anforderungen an eine nachhaltige Wissenschaftsentwicklung.

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Erschienen

Januar 2009

Rohrbacher Manuskripte. Heft 15

Hrsg. Rudolf Rochhausen.
109 S.

Kostenbeitrag: 9,80 €, Mitglieder 7,00 €

Enthält:
Kurt Reiprich: Vorwort. S. 5. – Ruth Milachowski: Die historische Entwicklung der ökonomischen Werttheorie. S. 6-15. – Wolfgang Methling: »Ökonomische Kriterien für Wissenschaft und Wissenschaftspolitik«. S. 16-20. – Hendrik Lange, MdL: Hochschulpolitische Standpunkte der LINKEN in Sachsen-Anhalt. S. 21-28. – Heiko Hilker: Innovative Linke. S. 29-39. – Dieter Schultz: Bioenergie – Chancen und Risiken. S. 40-45. – Kerstin Richter: »In Ehrfurcht vor der Natur«. Begründung des Wunsches, vier zu den Themen Erforschung und Folgen des Klimawandels konzipierte Veranstaltungen bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V. zu organisieren. S. 46-54. – Dgl.: Warum die Erde sich wehrt. Zur Gesundung von menschlichem Fehlverhalten wird das Lebewesen Erde tausende Jahre benötigen. S. 55-59. – Hubert Laitko: »... es wird eine Wissenschaft sein«. Taugt Karl Marx’ Jugendvision (1844) als Leitbild für die Wissenschaft des 21. Jahrhunderts – immer noch oder jetzt erst recht? S. 60-83. – Roland Opitz: Fjodor Tjutschew letzte Liebe. S. 84-108. – Anschriften der Autoren. S. 109.

Vorwort (K. Reiprich, Moderator des »Rohrbacher Kreises«)
»Das vorliegende Heft enthält das Protokoll der 15. Tagung des Rohrbacher Kreises der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, die am 25.- 27. April 2008 in Dahlen unter dem Thema ›Anforderungen an eine nachhaltige Wissenschaftsentwicklung‹ stattfand. Die Schwerpunkte dieser Tagung waren: – Entwicklungslinien im Bereich der Natur- und Technikwissenschaften, – Wissenschaftspolitische Leitlinien Linker Politik. Der Herausgeber vermag nicht, die einzelnen Beiträge darzustellen und zu kommentieren, er versucht lediglich das einigende Band, welches die einzelnen Beiträge verknüpft, zu charakterisieren. Die Vorträge von Ruth Milachowski und Hubert Laitko enthalten Gedanken zur Rezeption des umfangreichen Werkes von Karl Marx. Milachowski diskutiert auf der Basis der Entstehungsgeschichte der Marxschen Werttheorie ihre Aktualität für die Ursachen und Konsequenzen, die mit der Krise der liberalistischen Marktwirtschaft verbunden sind. Laitko diskutiert, von einer Analyse von Marx ausgehend, die Frage nach den Grundlagen und Konsequenzen der Einheit der Wissenschaften. Die Gedanken dieser beiden Autoren finden ihr Pendant in den Vorträgen von H. Hilker, W. Methling, H. Lange und D. Schultz, die sich mit den Anforderungen an die Wissenschaftspolitik der Partei Die Linke für die Forschung und deren praktische Umsetzung in der Lehre beschäftigen. Über die ökologischen Konsequenzen für unser praktisches Verhältnis zur Natur berichtet K. Richter, welche einen Vorschlag für diesbezügliche Veranstaltungen vorstellt. Schließlich sei besonders der literaturgeschichtliche Vortrag von R. Opitz über Gedichte und Briefe von Fjodor Tjutschew hervorgehoben. Der Tenor des Dahlener Kolloquiums, seiner Vorträge und Diskussionsbeiträge bestand darin, dass konstruktive Überlegungen zur Wissenschaftsentwicklung ein wesentlicher Bestandteil linker Politik sind, womit sich deshalb auch im kommenden Jahr der Rohrbacher Kreis auf seiner Dahlener Tagung beschäftigen wird«.