Publikation Ungleichheit / Soziale Kämpfe - Gesellschaftstheorie Werte als Grundlage von Entscheidungen.

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Erschienen

Januar 2007

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Rohrbacher Manuskripte. Heft 13

117 S.

Kostenbeitrag: 8,00 €, Mitglieder 5,00 €

Inhalt:
Kurt Reiprich: Vorwort. S. 5-6. – Rudolf Rochhausen: Parteien überschreitende Vernunft – die Notwendigkeit einer nachhaltigen Demokratie. S. 7-19. – Werner Deich: Essay über eine moralische Ökonomie für die Weltgemeinschaft und über die praktische politische Vernunft. S. 20-31. – Wolfgang Methling: Werte linker Politik. S. 32-34. – Kurt Reiprich: Versuch über die Begründung einer Weltordnung. S. 35-55. – Luise Neuhaus: Zur Bedeutung des Studiums der Werte der Antike für die Gegenwart. S. 56-61. – Anneliese Wirsing: Werteentscheidungen im Gesundheitswesen. S. 62-79. – Roland Opitz: Hegel-Spuren in Tolstois »Anna Karenina«. S. 80-102. – Volker Caysa: Selbstregierung als haltende Macht in einer Welt ohne Halt. S. 103-113. – Franziska Müller-Langer: Status und Perspektiven der energetischen Biomassenutzung in Deutschland – alternative Kraftstoffe. S. 114-116. – Anschriften der Autoren. S. 117.

Vorwort:
Mit der vorliegenden Publikation legen wir das Protokoll des 13. Kolloquiums des Rohrbacher Kreises der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V. vor, welches zum Thema »Werte als Grundlage von Entscheidungen« vom 5. bis 7. Mai 2006 in Dahlen/Sachsen stattfand. Der Herausgeber vermag nicht, die einzelnen Beiträge, für die selbstverständlich die Autoren Verantwortung tragen, zu kommentieren. Er beschränkt sich darauf, über das einigende Band dieser Vorträge einige Bemerkungen zu versuchen. Die Aufsätze enthalten Entwürfe über Werte als Grundlagen von Entscheidungen in den verschiedensten Bereichen unseres Lebens. Werte als Grundlagen für die Bestimmung von Strategien linker Politik. Werte als Orientierungsmarken, welche soziales, politisches, ökonomisches bis hin zu medizinischem Handeln prägen. Wir haben über die Entstehung und Begründung von Werten diskutiert und danach gefragt, was ihr Maß ist und worin die Traditionen unserer Wertauffassungen sich gründen. Als eine wesentliche Grundlage für die Bestimmung des Wertes wurde die personelle Autonomie hervorgehoben. Sie ist Voraussetzung für den universellen Wert Gerechtigkeit, Gemeinwohl und Solidarität. Durchgängig ging aus den Vorträgen und Diskussionen hervor, dass nach den einigenden theoretischen und methodischen Grundlagen zu suchen ist, denn diese sind eine wesentliche Voraussetzung für die Bestimmung von Leitlinien linker Politik. Von besonderer Bedeutung war der Vortrag über die künftigen Vorhaben der Bundesstiftung »Rosa Luxemburg« (Mocek), denn er regte unsere Diskussion über die künftigen Aufgaben des »Rohrbacher Kreises« innerhalb der Arbeitsgemeinschaft »Nachhaltigkeit« innerhalb der Bundesstiftung an. Unter anderem wurden daraus die Schwerpunkte für das 14. Kolloquium des Rohrbacher Kreises abgeleitet:

  • Diskussion über programmatische Debatten der Linken;
  • Werte als programmatische Grundlagen unserer Auffassung zur nachhaltigen Entwicklung;
  • naturwissenschaftlich-technische, ökonomische und soziale Aspekte der Energiepolitik.

Eine der Folgerungen aus den Debatten des Rohrbacher Kreises war die Konstituierung einer Veranstaltung unter dem Motto »Junge Wissenschaftler stellen sich vor«, die von Luise Neuhaus geleitet wird. Einen in diesem Zusammenhang vorgelegten Artikel stellen wir bereits in diesem Heft vor: Status und Perspektiven der energetischen Biomassenutzung in Deutschland – alternative Kraftstoffe (Franziska Müller-Langer). Wir wollen damit auch unserem Anliegen entsprechen, besonders junge Kolleginnen und Kollegen zu Wort kommen zu lassen.
Kurt Reiprich (Moderator des Rohrbacher Kreises)