Publikation Geschichte - Kapitalismusanalyse - Wirtschafts- / Sozialpolitik - Krieg / Frieden - Sozialökologischer Umbau - Transformationsforschung Transformation heißt, das Ganze wagen

Ökonomische Mobilisierung im Kampf gegen den Faschismus. USA 1940-1945

Information

Reihe

Verlagskooperation

Autor

Michael Brie,

Bestellhinweis

Bestellbar

Zugehörige Dateien

«Die Zukunft und all das, was wir in der Vergangenheit erreicht haben, ist jetzt buchstäblich in unseren Händen. Noch ist es nicht zu spät zu handeln. Dazu bedarf es einer weitreichenden Vision. Dazu bedarf es des Muts. Dazu bedarf es eiserner Entschlossenheit, jetzt zu handeln, um das Fundament zu legen, während wir noch nicht alle Details kennen, wie das Dach gestaltet werden soll.» Greta Thunberg

[...] Falls es doch noch gelingen soll, die Erhitzung der Erdatmosphäre und die Zerstörung der biologischen Diversität ernsthaft abzuschwächen, müssten die notwendigen Maßnahmen aufgrund der entstandenen unentschuldbaren Zeitverzögerung mit großer Geschwindigkeit und mit globaler Größenordnung erfolgen. Vielleicht ist es keine Frage, «dass das Erreichen von CO2-Neutralität bis zum Jahr 2035 aus technischer und ökonomischer Sicht zwar extrem anspruchsvoll wäre, grundsätzlich aber möglich ist». Zugleich erscheint es aber fast unmöglich, eine solche Aufgabe realpolitisch zu verwirklichen. Wie Lester R. Brown, jahrzehntelanger Leiter des World Watch Institute und dann des Earth Policy Institute über den Plan des Übergangs zu einem klimaneutralen Energiesystem schon 2008 schrieb: «Nicht nur der Umfang dieses Plans zur Rettung unserer Zivilisation ist ehrgeizig, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der er umgesetzt werden muss. Wir müssen uns mit kriegsgleicher
Geschwindigkeit bewegen und die weltweite Energiewirtschaft in einem Tempo umstrukturieren, das an die Umstrukturierung der US-Industriewirtschaft im Jahr 1942 nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor erinnert.» Die Autoren des Handbuchs Klimaschutz kommen für die Bundesrepublik zu dem Schluss: «Wir müssen unsere Gesellschaft innerhalb von nur 20 Jahren komplett umbauen. Schon bis 2035 muss der jährliche Ausstoß von Treibhausgasen um 90 Prozent gesenkt werden. Dieses Ziel ist aber nur erreichbar, wenn wir die nötigen Maßnahmen schnell ergreifen.» [...]

Inhalt

  1. Es ist Zeit, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen
  2. Die offene Weichenstellung am Ende der 1930er Jahre
  3. Von Null auf Hundert in zwei Jahren
  4. Die Allianz von Staat und modernen Großkonzernen
  5. Die Gewerkschaften im System der Kriegswirtschaft
  6. Ordnung in der Anarchie – das Management der Kriegswirtschaft
  7. Steuererhöhungen sind notwendig, Preiskontrollen sind möglich
  8. Transformatorische Vision
  9. Der Kampf um Gleichheit
  10. Solidarität als Bedingung des Sieges
  11. Die letzten Gefechte für eine ökonomisch-soziale Demokratie
  12. Was kann aus dem Übergang der USA zur Kriegswirtschaft gelernt werden? – Eine Polanyische Sichtweise
    Die Herausnahme der fiktiven Waren aus dem Markt
    Deglobalisierung, regionale Planung und transnationale Solidarität
    Sozialismus als Demokratisierung der Demokratie
  13. Abschließende Thesen

Das Buch erscheint im im VSA: Verlag und ist dort bestellbar (96 Seiten | 2021 | 10 Euro). Dieses Buch wird unter den Bedingungen einer Creative Commons License veröffentlicht: Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 Germany License