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Publikation : Auto.Mobil.Geschichte.

Standpunkte 34/2010 mit Beiträgen von Johann-Günther König, Greg Grandin, George Steinmetz, Kai Kaschinski

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte
Erschienen
Oktober 2010
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Die große Auseinandersetzung um Stuttgart 21 entscheidet auch darüber, ob über die zukünftige Verkehrs- und Mobilitätsordnung demokratisch entschieden wird oder nicht. Dieser Tage ist deutlich geworden: Wer gemütlich in sein Auto steigt oder sich von der Deutschen Bahn fahren lässt, kann sicher sein: die Macht fährt mit. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es nur wenige waren, in deren Händen die großen Entscheidungen darüber lagen, wie wir uns bewegen und welche Mittel dafür bereitgestellt werden.

Johann-Günther König zeigt in seinem Beitrag „Die Macht der Automaschine“ wie das letzte Jahrhundert zum Jahrhundert des Individualverkehrs wurde – und welche Probleme wir uns dabei einhandelten. Greg Grandin, Historiker an der New York University beschreibt in einem faszinierenden Beitrag über „Fordlandia – Von Detroit zum Amazonas – Eine Reise durch die Ruinen des Imperiums“ wie Henry Ford versuchte, mit einem imperialen Rohstoffprojekt im Amazonasgebiet eine Gummiproduktion aufzubauen – und an der Ökologie und Gesellschaft gleichermaßen scheiterte. George Steinmetz, Soziologe an der Universität Michigan, skizziert in „Detroit: Die Geschichte zweier Krisen“ den Ort, der auch heute noch wie kein anderer von der von der Geschichte der Autoindustrie durchdrungen ist. Kai Kaschinski blickt in eine andere Richtung. Sein Streifzug durch die Zukünfte der Science Fiction („Mobilität im Science Fiction“) fragt danach, wie eigentlich wir in die fernen Welten und Zukünfte transportiert werden, die uns das Genre verspricht. Seine Bilanzen sind verblüffend. Und sie zeigen, welche historische Macht die Idee des Autos hat, die es so schwer macht, Alternativen auch jenseits davon zu denken und Realität werden zu lassen.

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