Publikation Er war doch nur ein neunjähriger Junge: Hans Richard Levy

Kindertransporte nach England 1938/1939. Autor*innen: Richard Gauch und Torsten Schleip. 3 Sprachig

Information

Herausgeber/ innen

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen ,

Im Rahmen meiner »Familienforschungen« erhielt ich auf meine Nachfrage hin von einem holländischen Vetter die Auskunft, dass unser gemeinsamer Leipziger Verwandter Berthold Levy am 10. November 1938 nach Buchenwald verschleppt worden sei. Mir war klar, dass dies kein zufälliges Datum war. Im Internet stieß ich auf die »Aktion Koffer« und lernte so Richard Gauch von der Gruppe »Gedenkmarsch« kennen, was der Beginn einer intensiven Suche nach Hans Richard Levy, dem Sohn von Berthold, war. Als Folge der nationalsozialistischen Zeit sind jetzt die Nachkommen unseres jüdischen Zweigs der Verwandschaft in vielen Ländern zerstreut. Nachdem »die Alten« verstorben waren, war der Kontakt durch die Zweiteilung Deutschlands zum Teil ganz abgebrochen. Dem Mitteldeutschen Rundfunk gelang das Wunder, was mir bisher nicht geglückt war, Hans Levy ausfindig zu machen und ihn mit seiner Tochter nach Leipzig einzuladen. Für uns Drei, die wir uns noch nie gesehen hatten, waren es unvergessene Tage. Das Zusammentreffen mit Paul und Julius im Ariowitsch-Haus war für Hans Levy und seine Tochter ein bewegndes Zeichen dafür, dass das Leiden während des Nationalsozialismus die junge Generation nicht gleichgültig lässt.                 

Inhalt

  • Vorwort (S. 7)
  • Wie alles begann (S. 8)
  • Der Leipziger Unternehmer T´Richard Frank (S. 11)
  • Die Familie Berthold Levy (S. 18)
  • Das Jahr 1938 (S. 25)
  • Leipzig - November 1938 (S. 25)
  • Kindertransporte nach England (S.36)
  • Er war doch nur ein neunjähriger Junge! (S. 38)
  • Ankunft in England (S. 49)
  • Emigration nach Amerika ( S. 53)
  • Auf der Spur der Ahnen (S. 57)
  • Hns Richard Levy im Gespräch (S. 60)
  • Anhang (S. 64)
    • Tante Truus rettet tausende jüdische und »nichtarische« Kinder (S. 67)
    • Sir Nicholas Winton, Organisator der Kindertransporte (S. 69)
    • Kurzbiografien weiterer Beteiligter und Kinder der Transporte nach England (S. 73)
    • Aufruf zur Mahnwache am 9. November 2009 (S. 80)
    • Stolpersteine (S. 82)
    • Bildnachweise, Verwendete Literatur und Internetquellen (S. 85)

Die gedruckten Publikationen der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir bitten um Versandkosten sowie zur Finanzierung unserer Bildungsarbeit um Spenden auf folgendes Konto:

Inhaberin: Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen

IBAN: DE12430609671091845600

Bestellung: info@rosalux-sachsen.de