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Ägyptens undurchsichtige Inhaftierungs- und Abschiebepraxis gegen Geflüchtete. RLS North Africa Research Paper Series #1

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Erschienen

Mai 2022

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Foto: Sofian Philip Naceur

Unter eklatanter Verletzung internationaler Flüchtlings- und Menschenrechtskonventionen setzen ägyptische Behörden ihr hartes Vorgehen gegen Geflüchtete fort. Während Abschiebungen eritreischer Staatsangehöriger seit 2021 offenbar erheblich ausgeweitet werden, sitzen unzählige Geflüchtete unter katastrophalen Bedingungen und ohne Zugang zu Rechtsbeistand in Ägypten in Haft. Mit einem Asylgesetz kommt das Regime zwar jetzt einer Forderung der EU entgegen, verfolgt damit aber auch ganz eigene Ziele.

Inhalt:

  • Ägyptens Abschiebepolitik gegen Eritreer*innen
    • Neun Jahre in Administrativhaft
    • Abschiebewelle nach Eritrea
    • «Die Abschiebungen haben nie aufgehört»
  • Inhaftierungspraxis gegen Geflüchtete
    • Vorsätzliche Informalität
    • Gezielte Razzien und willkürliche Personenkontrolle
    • Verhaftungen an Ägyptens Außengrenzen
    • Dezentrales Inhaftierungsregime
    • Katastrophale Haftbedingungen
  • Ägyptens undurchsichtige Abschiebepolitik
    • Die Aushöhlung internationalen Rechts
    • Geflüchtete als Faustpfand
  • Ägyptens neues Asylgesetz: Ein trojanisches Pferd?
  • Abschluss: Die Neuordnung von Ägyptens Grenzregime

Autor:

Sofian Philip Naceur ist Journalist und arbeitet seit 2021 als Projektmanager im Nordafrika-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tunis. Zwischen 2012 und 2018 lebte er in Kairo und berichtete aus Ägypten, Algerien und Tunesien und zu Grenzregimes im Mittelmeerraum und in Nordafrika für Medien aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ägypten und den Niederlanden.