Publikation Gesellschaftstheorie - Rosa Luxemburg - Geschichte Rosa Luxemburgs Symphonie zur russischen Revolution

Michael Brie über die ungelöste Aufgabe: «Keine Demokratie ohne Sozialismus, kein Sozialismus ohne Demokratie», Standpunkte 10/2011

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Reihe

Standpunkte

Autor

Michael Brie,

Erschienen

März 2011

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Rosa Luxemburgs Erbe ist wie wilde Natur. Es stört, weil es lebendig sich allen Regeln widersetzt. Alle Unterdrückung dieses Erbes war vergeblich. Es wuchert immer von Neuem und zerbricht auch die härtesten Sarkophage mit jedem neuen Aufbruch von Menschen aus den Gehäusen ihrer Hörigkeit. Worin aber eigentlich liegt die Sprengkraft ihres Werks? Ich will dies am Beispiel ihrer Schrift «Zur russischen Revolution» aus dem Frühherbst 1918 verdeutlichen. Dabei werde ich nicht versuchen, dieses Werk in Beziehung zu setzen zu der realen historischen Situation, in der sich die Bolschewiki zu dieser Zeit sahen; ich werde auch nicht fragen, welche konkreten Kenntnisse Rosa Luxemburg über die einzelnen Schritte der Sowjetregierung hatte. Für mich steht der Sinn im Mittelpunkt, der durch Rosa Luxemburg persönlich mit dieser Schrift verfolgt wurde, und nicht die Bedeutung, die sie spätestens mit ihrer Veröffentlichung durch Paul Levi 1922 gewann. Ich werde fragen, welche Auffassungen sie dabei zum Ausdruck brachte und wieso diese so provozierend sind. Dies ist zweifelsohne eine sehr eingeschränkte, aber eben doch legitime Sicht.
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