Publikation Klaus Pezold: Heinrich Wiegand

Leipziger Sozialdemokrat, Publizist und Freund Hermann Hesses

Information

Reihe

Buch/ Broschur

Autorin

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen ,

Erschienen

Dezember 2011

321 Seiten

Über Heinrich Wiegand (1895-1934) war bisher wenig bekannt. Um so erstaunlicher ist, was Klaus Pezold in umfangreichen Archiv-, Presse- und Literaturstudien über Wiegand zutage gefördert hat. Nach seiner Ausbildung als Lehrer tätig, war jener Soldat im Ersten Weltkrieg, geriet in englische Kriegsgefangenschaft und kehrte 1919 in den Schuldienst zurück. Als Gasthörer an der Leipziger Universität besuchte er Vorlesungen zur Literaturgeschichte bei Georg Witkowski und Albert Köster. Der »Drachen«-Gründer Hans Reimann und andere halfen ihm, einen Platz im Leipziger Kulturleben zu finden, das der unorthodoxe Sozialdemokrat Wiegand bald mit prägte: als Mitarbeiter an der »Leipziger Volkszeitung«, am Leipziger Arbeiter-Bildungsinstitut und dessen Monatsschrift »Kulturwille. Monatsblätter für Kultur und Arbeiterschaft«, auch als Pianist und Confencier. Er war mit Hermann Hesse und später auch Thomas Mann befreundet, Max Schwimmer illustrierte seine Feuilletons, und seine Arbeiten als Musik- und Literaturkritiker und Literat der Weimarer Republik ebenso wie sein Bemühen um die Arbeiterkulturbewegung. Im März 1933 ging er ins Exil in die Schweiz und nach Italien. Sein Roman »Die Väter ohne Söhne« blieb mit seinem plötzlichen Tod am 28. Januar 1934 unvollendet.

Kostenbeitrag: 15,00 Mitglieder: 11,00