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Publikation : Wahlenthaltung als Klassenwahlverhalten

Zu neueren Befunden aus der Wahlforschung. Aus der Reihe „Papers“ von Horst Kahrs

Wichtige Fakten

Reihe
RLS Papers
Erschienen
Juli 2015
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Nur online verfügbar
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Details

Die kleine Studie „Abschied aus der Demokratie„ vom Sommer 2012 trug den Stand der bundesdeutschen Wahl- und Demokratieforschung zur wachsenden Wahlenthaltung und ihres potentiellen sozialen Klassencharakters zusammen. Der Hinweis auf die soziale Schieflage der sinkenden Wahlbeteiligung war verbunden worden mit dem Hinweis auf daraus resultierende Gefahren für Mehrheiten für eine linke Reformpolitik und mit der Hypothese, dass für untere, “prekäre„ soziale Schichten der Verzicht auf die Ausübung des staatsbürgerlichen Wahlrechts auch als ein Akt der Selbstbehauptung in einem gesellschaftspolitischen Umfeld, das als feindlich bzw. gleichgültig wahrgenommen werde, verstanden werden könne. Wäre dies der Fall, wäre so etwas wie instinktives  Klassenhandeln zu vermuten, an welches durch die traditionellen Mechanismen der Wählermobilisierung kein Anschluss zu finden sei (Kahrs 2012).

Dieser Gedanke lag offenbar zum Greifen nahe. Denn bereits im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 erschienen mehrere vertiefende Nichtwähler-Studien, die die Nichtwahl als Resultat einer “kommunikativen Verständigung“, nicht allein individueller Entscheidung, thematisierten. Anschließend wurde in der deutschen Wahlforschung die Wahlenthaltung bei der Bundestagswahl 2013 erstmals breit unter der Fragestellung eines möglichen Klassenwahlverhaltens untersucht, wenn auch selten dieser Begriff Verwendung fand.

Dieses Arbeitspapier trägt die Ergebnisse der wichtigsten deutschen Untersuchungen zum Thema Wahlenthaltung und Nichtwahl, die nach Abschluss der Vorstudie, also ab Herbst 2012 erschienen, zusammen.

Die ganze Publikation im Download.

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