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Publikation : Konzern. Macht. Protest.

Über künstliche Bürgerinitativen

Wichtige Fakten

Reihe
Materialien (Archiv)
Herausgeber*innen
Daniel Häfner,
Erschienen
Mai 2016
Bestellhinweis
Nur online verfügbar

Details

Über Jahrzehnte haben Konzerne verschiedene Strategien entwickelt, um ihre ökonomischen Interessen gegenüber der Politik durchzusetzen. Doch der bisher übliche Lobbyismus in Brüssel, Berlin oder anderswo genügt nicht, wenn Unternehmen mit zivilgesellschaftlichem Widerstand konfrontiert sind, wie er sich etwa gegen Großprojekte (Straßen, Bahnhöfe, Flughäfen, Gentechnik etc.) formiert. Zunehmend fordert die Zivilgesellschaft nicht nur rechtsstaatlich korrekte und legale Entscheidungen ein, sondern auch gerechte und legitime.

Im September 2015 fand die Tagung „Wenn Konzerne den Protest managen …“ im Rahmen der LiMA15 statt – unter Beteiligung von Robin Wood, LobbyControl, Linke Medienakademie e.V. und klimaretter.info –, die darüber aufklären wollte, wie ökonomische Interessen mit den Mitteln der Zivilgesellschaft durchgesetzt werden sollen und welche Gegenstrategien dazu bisher erfolgreich waren.

Auf der Tagung gab es mehr als 30 Workshops und Vorträge, in denen die Methoden des Protestmanagements in verschiedenen gesellschaftlichen Konfliktzonen ausgeleuchtet wurden. Dabei ging es sowohl um die Abgrenzung der von PR-Agenturen unter dem Deckmantel  zivilgesellschaftlichen Engagements geschaffenen öffentlichen Meinung zu den sozialen Bewegungen als auch um Fallbeispiele aus dem Erfahrungsumfeld zivilgesellschaftlich organisierter Kampagnen und
Initiativen. In dieser Hinsicht ist der Tagungsband eine Dokumentation und Zusammenstellung
der diskutierten Sachverhalte und bietet die Möglichkeit, vorhandene Erfahrungen und erfolgreiche Gegenstrategien den unterschiedlichen sozialen Bewegungen zugänglich zu machen. Mit der Tagung wie mit dem vorliegenden Materialien-Band unternehmen die Beteiligten einen ersten Anlauf, um die neuen Lobbystrategien, die die sozialen Bewegungen mit ihren eigenen Methoden schlagen wollen, zu reflektieren und bestehendes Wissen zu sammeln. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Der Material-Band soll eher als Impuls dienen, vorhandene Erfahrungen auszutauschen, zusammenzutragen und zu nutzen.

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