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Publikation : Projekte des Todes

Nach dem Mord an Berta Cáceres muss der Bau des Staudamms Agua Zarca in Honduras gestoppt werden

Wichtige Fakten

Reihe
Standpunkte
Autorin
Kathrin Zeiske,
Erschienen
Dezember 2016
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Nur online verfügbar
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Am 3. März 2016 wurde in Honduras die renommierte Umweltaktivistin Berta Cáceres umgebracht. Die indigene Feministin kämpfte seit Jahrzehnten gegen Rassismus, Machismus, Megaprojekte und Militarisierung und war eine wichtige Stimme im Widerstand gegen den Putsch, der den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya im Jahr 2009 aus dem Amt vertrieben hat. Der Kampf gegen ein Staudammprojekt, an dem auch die deutsche Siemens AG indirekt beteiligt ist, kostete sie schließlich das Leben. Das Verbrechen stellt erneut die Verträglichkeit von Energie- und Bergbauprojekten mit Menschenrechten und indigenen Rechten infrage. Der Mord löste weltweit große Empörung aus. Doch auch neun Monate danach gibt es keine Aufklärung. Eine unabhängige internationale Untersuchungskommission soll nun ermitteln, inwieweit in den Mord an Berta Cáceres hohe politische, wirtschaftliche und militärische FunktionärInnen in Honduras verwickelt sind und inwieweit ausländische Firmen und Banken Verantwortung tragen. Es ist an der Zeit, dass die deutsche Bundesregierung ihre Politik in Honduras von Grund auf überdenkt und die deutschen Konzerne die Verantwortung für ihre Aktivitäten übernehmen.

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