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Publikation : Morde trotz Friedensabkommens

In Kolumbien müssen die Mordaktionen der Paramilitärs gestoppt werden

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Autor*in
Brandenburg,
Erschienen
Dezember 2016
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Am 10. Dezember hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos in Oslo den Friedensnobelpreis verliehen bekommen. Für den Staatschef eine große Ehre. Und tatsächlich hat das Friedensabkommen mit den FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarios de Colombia – Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) mittlerweile beide Kammern des Parlaments passiert, nachdem es im ersten Anlauf in einem Referendum gescheitert war. Aber friedlich geht es in dem lateinamerikanischen Land deshalb nicht zu. Zwar gibt es keine Kämpfe zwischen FARC und Armee mehr, aber die Zahl der Morde an Menschenrechtsverteidigern und Sprechern sozialer Organisationen ist höher als im vergangenen Jahr, und nicht nur indigene Verbände befürchten, dass der schmutzige Krieg gegen soziale Organisationen und politische Initiativen weitergeht. Andere hoffen, dass das Friedensabkommen endlich auch das Ende für die Paramilitärs bedeutet. Aber auch sie verweisen darauf, dass vieles davon abhängt, wie gut und wie schnell es mit den FARC umgesetzt wird. Das könnte auch den nötigen Schwung für die Aufnahme der Verhandlungen mit der Guerillaorganisation ELN (Ejército de Liberación Nacional – Nationale Befreiungsarmee) bringen.

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