Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat die Form eines Vereins, dessen höchstes Organ die Mitgliederversammlung ist, welche auf der Grundlage der Vereinssatzung die Grundentscheidungen zur Arbeit der Stiftung trifft und den Vorstand wählt. Darüber hinaus ist in der Satzung die Einrichtung weiterer Gremien festgelegt, die die Arbeit der Stiftung unterstützen sollen. So besteht der Rat der Landesstiftungen (Länderrat) aus den im Stiftungsverbund zusammengeschlossenen und von der Stiftung anerkannten Landesstiftungen. Er trägt unter anderem dafür Sorge, dass die Bildungsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung im gesamten Bundesgebiet erfolgreich koordiniert werden kann. Mit dem wissenschaftlichen Beirat verfügt die Stiftung zudem über ein Beratungsgremium, das vor allem aus analytischer Perspektive zu einer qualitativen Weiterentwicklung der Stiftungsarbeit beiträgt.
Eine Reihe von Arbeitsgruppen und Gesprächskreisen fungieren zudem als themen- bzw. bereichsbezogene Fachbeiräte.
Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins. Die RLS hat aktuell (Stand 1. Dezember 2025) 150 Mitglieder, davon 125 individuelle, 16 institutionelle (die Landesstiftungen) sowie 9 passive Mitglieder. Hinzu kommen 13 Ehrenmitglieder. Diese treten mindestens einmal im Jahr zu einer Mitgliederversammlung zusammen. Zu ihren zentralen Aufgaben gehört es, die inhaltlichen Schwerpunkte der Vereinstätigkeit festzulegen, den ehrenamtlichen Vorstand und die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirates zu bestimmen sowie das Geschäftsführende Vorstandsmitglied zu wählen.
Die Mitgliederversammlung nimmt außerdem die Berichte des Vorstandes entgegen und entscheidet über die Aufnahme neuer Mitglieder. Hier wird darauf geachtet, dass mindestens ebenso viele Frauen berücksichtigt werden wie Männer. Als passive Mitglieder gelten jene Mitglieder, die mittel- oder unmittelbar in einem festen Anstellungsverhältnis mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung stehen.
Die näheren Rechte und Pflichten der Mitgliederversammlung regelt die Vereinssatzung der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Im Verein der RLS sind aktive und ehemalige Politikerinnen und Politiker der LINKEN, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Aktive aus den Landesstiftungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung und andere Persönlichkeiten einer breit verstandenen demokratisch-sozialistischen Grundströmung, die über die nahe stehende Partei hinausreicht, vertreten.
Vorstand
Der Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt und besteht aus dem oder der Vorsitzenden, den beiden stellvertretenden Vorsitzenden, dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied und weiteren mindestens acht, höchstens jedoch zehn Mitgliedern. Gegenwärtig gehören dem Vorstand 13 Mitglieder (6 Frauen und 7 Männer) an. Er ist, bis auf das Geschäftsführende Vorstandsmitglied, ein ehrenamtliches Gremium.
Auch bei der Besetzung des Vorstandes wird auf eine ausgewogene Geschlechterverteilung geachtet. Vorrangige Aufgabe dieses Gremiums ist es, die Geschäfte des Vereins zu führen und die Grundlinien der Stiftungsarbeit zu benennen. In diesem Sinne entscheidet der Vorstand über die grundsätzliche Struktur der Stiftung und die Eckpunkte der Personal- und Finanzstruktur. Unter Berücksichtigung des Distanzgebotes dürfen Mitglieder von Vorständen politischer Parteien auf Bundes- oder Landesebene nicht gleichzeitig dem Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung angehören.
Vorstandsmitglieder:
- Vorsitzender des Vorstandes:
Bernd Riexinger, Baden-Württemberg, Vorstandsmitglied seit 2022 - stellv. Vorsitzende:
Lena Saniye Güngör, MdL, Thüringen, Vorstandsmitglied seit 2022 - Geschäftsführendes Vorstandsmitglied:
Heike Werner, Thüringen, Vorstandsmitglied seit November 2025 - Prof. Dr. Ulrich Brand, Wien, Vorstandsmitglied seit November 2025
- Prof. Dr. Michael Brie, Berlin, Vorstandsmitglied von 1992 bis 2007 und seit November 2025
- Prof. Dr. Alex Demirović, Basel/Berlin, Vorstandsmitglied von 2007 bis 2014 und seit 2020
- Dr. Philipp Frey, Baden-Württemberg, Vorstandsmitglied seit November 2025
- Franziska Heinisch, Berlin, Vorstandsmitglied seit November 2025
- Stephan Krull, Hamburg, Vorstandsmitglied seit November 2025
- Sabine Leidig, Hessen, Vorstandsmitglied seit November 2025
- Cornelia Möhring, Schleswig-Holstein, Vorstandsmitglied seit November 2025
- Victor Perli, Niedersachsen, Vorstandsmitglied seit 2022
- Sonja Staack, Berlin, Vorstandsmitglied seit 2022
Wissenschaftlicher Beirat
Dieses ehrenamtliche Beratungsgremium der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurde durch Beschluss der Mitgliederversammlung 2008 eingerichtet. Der wissenschaftliche Beirat unterstützt die Arbeit der Stiftung vor allem unter wissenschaftlich-strategischen Gesichtspunkten. Er besteht aus mindestens sechs und höchstens zwanzig Mitgliedern. Die Vereinsmitgliedschaft ist keine Bedingung für das Mitwirken im wissenschaftlichen Beirat. Die Beiratsmitglieder werden für vier Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Der bzw. die Vorsitzende wird von den Beiratsmitgliedern aus ihrer Mitte bestimmt.
Vorsitzende:
Prof. i. R. Dr. Birgit Sauer, Professorin für Politikwissenschaft im Ruhestand, Universität Wien
Stellvertretende Vorsitzende:
Dr. phil. Nadja Rakowitz, Geschäftsführerin des Vereins demokratischer Ärzt*innen, aktiv im Bündnis „Krankenhaus statt Fabrik“, Bildungsarbeit für die Gewerkschaft ver.di und die RLS
Dr. Axel Rüdiger, Politikwissenschaftler an der FU Berlin
Dr. Christa Wichterich, freie Soziologin, ehem. Gastprofessorin für Geschlechterstudien, Uni Kassel
Weitere Mitglieder:
Prof. Dr. habil. Ilker Ataç, Professor für Politikwissenschaft an der Hochschule Fulda.
Prof. Dr. María do Mar Castro Varela, Professorin für Soziale Arbeit und Allgemeine Pädagogik mit Schwerpunkt Diversity, insbesondere Gender (Alice-Salomon-Hochschule Berlin); Dozentin für Pädagogik an der Universität Basel
Dr. Stefanie Hürtgen, assoziierte Professorin für Soziologie und Geographie an der Universität Salzburg und Permanent Fellow des Frankfurter Instituts für Sozialforschung
Prof. Dr. Mario Keßler, Senior Fellow am Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
Prof. Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya, Professorin für kindliche Entwicklung, Bildung und Sozialisation an der Hochschule Magdeburg-Stendal
Prof. i. R. Dr. Steffi Richter, Professorin i.R. an der Universität Leipzig (Japanologie)
Dr. David Salomon, Politikwissenschaftler an der TU Darmstadt
Prof. Dr. Wolfram Schaffar, Professor für Entwicklungspolitik, Universität Passau
Dr. Franziska Scheier, Geschäftsführerin der IMU-Institut Berlin GmbH. Arbeitsschwerpunkte:Arbeit, Bildung und Beschäftigung; Schulung und Beratung betrieblicher Arbeitnehmervertretungen; Begleitung von Veränderungsprozessen in Teams und Organisationen
Dr. Sarah Schilliger, Senior Researcher an der ETH Zürich (SPUR - Raumplanung und Stadtpolitik) und Lehrbeauftragte am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung, Universität Bern (Schweiz)
Dr. habil. Susanne Schultz, Dozenturen an den Universitäten Frankfurt und Wien, DFG-Projekt zur „Demografisierung des Politischen“, derzeit Privatdozentin am Schwerpunkt Biotechnologie, Natur und Gesellschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Früher Mitarbeiterin der RLS in der Lateinamerika-Arbeit
Prof. Dr. Markus Wissen, Professor für Gesellschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt sozial-ökologische Transformationsprozesse an der Hochschule für Wirtschaft und Berlin (HWR)
Rat der Landesstiftungen
Die 16 selbstständigen Landesstiftungen sind im Rat der Landesstiftungen zusammengeschlossen. Sie gestalten gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Bildungs- und Vernetzungsarbeit in allen Bundesländern.
Sprecher des Rates der Landesstiftungen (amtierend): Dr. Philipp Frey (Ko-Vorsitzender RLS Baden-Württemberg)
Stellvertretender Sprecher nach §11 der Satzung: Julian Degen (Vorsitzender RLS Thüringen)
Weitere stellvertretende Sprecherin: Judith Kluthe (Vorsitzende RLI Bremen)