Klimagerechtigkeit

Klimagerechtigkeit

Der Anstieg der globalen Mitteltemperatur ist kein Umweltproblem, sondern eine der zentralen ethisch-politischen Herausforderungen unserer Zeit. Die dramatisch voranschreitende Klimakrise und damit einhergehende Extremwetterereignisse bedrohen die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen. Sie führen zu mehr Armut, einer stärkeren Marginalisierung von Menschen, mehr Flucht – und damit zu mehr Konflikten um lebensnotwendige Ressourcen und der Gefahr einer Zunahme nationalistischer Tendenzen in unseren Gesellschaften.Die Klimakrise ist vor allem ein großes Gerechtigkeitsproblem. Denn die Regionen und Bevölkerungsgruppen, die am meisten unter den Folgen des Klimawandels leiden, sind diejenigen, die ihn am wenigsten zu  verantworten haben – während diejenigen, die am stärksten zum Klimawandel beitragen, sich weitaus besser gegen seine Folgen schützen können.

Klar ist: Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich grundlegend wandeln um eine notwendige sozial-ökologische Transformation voranzutreiben. Damit die Klimakrise wirksam gebremst werden kann, müssen Formen des westlichen Konsums neugestaltet werden – und zwar so, dass die Hauptverursacher der Klimakrise die Hauptlast tragen.

Um in einer (klima)ungerechten Welt Klimagerechtigkeit herzustellen, muss auf allen Ebenen viel passieren, damit neokoloniale Strukturen überwunden werden können, die der Klimakrise zugrunde liegen: Auf globaler Ebene im Rahmen der internationalen Klimaverhandlungen sowie in anderen internationalen Verhandlungskontexten. National beim Kampf um ambitionierte Klimaziele und wirksame Klimaschutzinstrumente. Regional und lokal in der Auseinandersetzung um neue Formen des Wirtschaftens und Zusammenlebens und der gerechten Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz.

Viele der Regionalbüros der Rosa-Luxemburg-Stiftung tragen mit ihren Projekten ein Stück zur Klimagerechtigkeit bei und setzen sich mit unterschiedlichen Aspekten einer sozial-ökologischen Transformation auseinander.